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Aachen: Ehefrau an „Pranger” gebunden

Aachen : Ehefrau an „Pranger” gebunden

Nach der Anklageverlesung gegen den 32-jährigen Thomas E. aus Eschweiler lief das Opfer mit Tränen in den Augen aus dem Gerichtssaal.

Im Aachener Landgericht begann jetzt ein Verfahren wegen brutaler Vergewaltigung und sexueller Nötigung, mutmaßlich begangen an der Ehefrau des Angeklagten.

Er soll, so verlas es die Staatsanwältin vor der 9. Großen Strafkammer, am 6. Februar 2008 gegen 19 Uhr nach einer Auseinandersetzung in der gemeinsamen Wohnung gewalttätig geworden sein. Zunächst soll er ihr mit einem Klebeband Mund und Augen zugeklebt haben, dann fesselte er sein Opfer „an einen Pranger aus Holz”, hieß es weiter.

Mit einem Sexspielzeug sei er dann in sie eingedrungen und habe später außerdem unter Drohungen oralen Sex von ihr verlangt. Zudem habe er sie vergewaltigt.

Das Opfer sei systematisch „erniedrigt” worden, hieß es. Die Frau erlitt dabei unter anderem Verletzungen an der Schläfe und an einem Auge.

Unmittelbar nach der Anklageverlesung wurde die Verhandlung unterbrochen.

Der Anwalt des Angeklagten, der inzwischen getrennt von seiner Ehefrau lebt und in Bardenberg wohnt, regte vor der eigentlichen Verhandlung ein Rechtsgespräch an, die Prozessparteien, darunter der Nebenklagevertreter, stimmten zu.

Das Verfahren ist auf vier Verhandlungstage angesetzt und geht am 28. Mai weiter.