Eberhardt Schneider vom Euregio Reha Zentrum freut sich auf Ruhestand

2019 ... Nur Mut! : Große Vorfreude auf den Ruhestand

Es gibt einige Ereignisse in einem Leben, die große Veränderungen bedeuten. Das können der Schul- oder Studienabschluss sein, aber auch die Hochzeit oder ein Umzug. Etwas später im Leben folgt unabwendbar ein weiterer Einschnitt: der Ruhestand.

Dieser steht für Dr. Eberhardt Schneider, Chefarzt und Ärztlicher Leiter des Euregio Reha Zentrums, in diesem Jahr auf dem Programm.

Schneider bezeichnet diese Umstellung als „neue Entwicklung meiner Lebensgeschichte“. Und auf diese freut er sich ganz besonders. Das Wort Angst kommt ihm dabei nicht über die Lippen. „Ich bin insgesamt sehr positiv eingestellt, deshalb gehe ich nie mit Angst in einen neuen Abschnitt“, erklärt der 65-Jährige. Eins ist für ihn allerdings jetzt schon klar: Die nächste Phase wird ohne Medizin sein. „Ein neues Kapitel aufschlagen bedeutet für mich, es darf nicht die gleiche Story drinstehen wie im vorigen.“

Stattdessen will er sich noch mehr seinen anderen Leidenschaften widmen. Dazu gehören zum Beispiel Musik, Reisen, Segeln und Lesen. Kunst- und kulturinteressiert war er bereits während seines Berufslebens. Oft moderierte er Konzerte oder arbeitete in Fördervereinen mit. „Alles, was in Zukunft kommt, findet auch jetzt schon statt, nur in einer anderen Gewichtung“, erklärt Schneider. Er habe immer viel Wert auf Familie und Freizeit gelegt. Seine drei Kinder und mittlerweile zwei Enkelkinder sind im sehr wichtig und werden auch im Ruhestande ab dem 1. Juli 2019 eine große Rolle spielen. „Ich sehe meine Aufgabe als Spiel-, Spaß-, Sport- und Kultur-Opa.“

Abgesehen davon möchte Schneider das Reisen ausbauen. Gemeinsam mit seiner Partnerin stehen Touren mit dem Wohnmobil quer durch Europa auf dem Programm. „Wir fahren von Weingut zu Weingut und von Land zu Leuten“, erzählt er. Für 2019 sind bereits Reisen zur Biennale nach Venedig, zu Europas Kulturhauptstadt Madeira sowie ein Segeltörn in Griechenland geplant. Auch Weingüter in Deutschland, Frankreich und Italien sind Reiseziele. „Das reicht dann auch!“, bilanziert Schneider lachend.

Der gebürtig aus Thübingen stammende Schneider hat als „ImportRheinländer“, wie er sich selbst bezeichnet, sein neues Zuhause gefunden. Im August 1998 kam er aus beruflichen Gründen nach Eschweiler, wohnhaft ist er in Aachen. In seinem Ruhestand freut er sich auch darauf, mehr Zeit mit seinen Eschweiler Freunden verbringen zu können. „Mit der Indestadt verbinden mich also weiterhin die Menschen und auch der Kulturbetrieb“, erklärt Schneider.

Infotainment im Medizinforum

Leser unserer Zeitung kennen Schneider auch vom Medizinforum, das unter seiner Leitung in den letzten Jahren 19 Mal stattfand. Den Kern der Veranstaltung bezeichnet er als Infotainment. Es habe ihm riesigen Spaß gemacht, schwierige Themen wie Burnout oder diskrete Themen wie Proktologie so zu vermitteln, dass die Zuhörer auf der einen Seite etwas mitnehmen, es auf der anderen Seite aber auch unterhaltend finden.

Auch, wenn er sich sehr auf seinen Ruhestand freut, so blickt er doch rundum zufrieden auf sein Berufsleben zurück: „Ich gehe nicht im Verdruss, meine Arbeit und die Interaktion mit den Menschen haben mir immer großen Spaß gemacht.“ Die Herausforderungen der letzten Jahre seien spannend gewesen. „Wichtig ist mir, dass wir es hier geschafft haben, trotz ökonomischen Drucks ein hervorragend medizinisch und menschlich agierendes Krankenhaus zu bleiben“, resümiert er.

Schneider ist außerdem glücklich, mit Dr. Markus Schlächter einen „sehr guten und hoch motivierten Nachfolger“ gefunden zu haben, den er selbst einarbeiten kann und an den er den Staffelstab weitergeben wird. „Dass die Zukunft hier gesichert ist, ist ein gutes Gefühl. Um das Rehazentrum muss man sich keine Sorgen machen.“

Für das kommende Jahr und seinen Ruhestand nimmt Schneider sich vor, die Zeit nicht wegzuwerfen, sondern Tag für Tag intensiv mitzunehmen. Frei nach dem Motto von Mark Twain: Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.