Eschweiler: Die Radpilger sind zurück in Eschweiler

Eschweiler : Die Radpilger sind zurück in Eschweiler

Die Radpilger sind nach 270 Kilometern von ihrer dritten Wallfahrt nach Kevelaer zurück. Der Initiativkreis St. Marien aktiv rief und wieder haben sich 26 Pilger mit dem Fahrrad auf den Weg zum Gnadenbild der Trösterin der Betrübten gemacht.

Am Langweiler Kreuz begrüßte Ludger Petersmann alle Mitpilger. Symbolisch legten die Wallfahrer die mitgebrachten Sorgen und Anliegen auf Schultern und Arme, um sie aus dem Kopf zu bekommen. Sanfter Regen begleitete die Gruppe bis Linnich, wo der mitpilgernde Pfarrer Weishaupt in das Thema „Füllt die Krüge“ einführte. Weiter ging die Fahrt über Wegberg und Waldniel nach Lobberich. An diesen Stationen wurde jeweils eine kurze Gebetszeit eingelegt.

Mit dem Morgenlob in St. Sebastian, der imposanten Pfarrkirche von Lobberich, ging es am folgenden Tag durch die Hinsbecker Heide über Straelen nach Kevelaer. Unter Leitung von Pastor Weishaupt legten die Radpilger am Gnadenbild die mitgebrachten Sorgen und Anliegen nieder. Um 15 Uhr begrüßten sie dann auch die Fußpilger der Kevelaerbruderschaft Eschweiler von 1734 auf dem Marienplatz.

Gemeinsame Gottesdienste der Fuß- und Radpilger am Dienstagabend sowie der große Gottesdienst aller Wallfahrer aus Eschweiler am Mittwochmorgen, an dem alle aktiven Priester aus Eschweiler Pfarren teilnahmen (die Pfarrer Züll (als Hauptzelebrant), Datené, Graaff, Dr. Hennes, Pütz und Weishaupt) bildeten zusammen mit der Prozession zum Gnadenbild den Höhepunkt der Wallfahrt.

Am Nachmittag machten sich die Radpilger gestärkt auf die erste Etappe des Rückweges wieder nach Lobberich, diesmal an den Krickenbecker Seen vorbei. Der Rückweg von dort brachte die Radfahrer, mit und ohne elektrische Unterstützung, bei herrlichem Sonnenschein aber stärker werdendem Gegenwind noch einmal ordentlich ins Schwitzen.

Der Weg führte diesmal zurück über Lüttelforst, Wegberg und das Schönstatt-Zentrum in Puffendorf. In Lüttelforst haben Eschweiler Fußpilger schon vor 200 Jahren Spuren in der Jakobuskirche hinterlassen. Sie spendeten der damals noch während der Franzosenzeit gebauten Kirche eine Sitzbank als Dank, dort auf dem Hin- und Rückweg ihre Rast machen zu können. Gestärkt mit Kaffee und Kuchen fasste Günter Koch danach bei einer kurzen Schlussandacht in Puffendorf noch einmal all das zusammen, was die Radpilger auf dem gemeinsamen Weg begleitet und getragen hat und schloss mit dem Dank an alle, die mit ihrem Dabeisein die Gemeinschaft so lebendig gemacht haben.

Gegen 19.30 Uhr verabschiedeten sich die Letzten am Talbahnhof mit einem fröhlichen „Bis zur nächsten Radwallfahrt im kommenden Jahr“.

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