Eschweiler: Die Feuerwehr erlebt einen ruhigen Jahreswechsel

Eschweiler : Die Feuerwehr erlebt einen ruhigen Jahreswechsel

Einen ruhigen Jahreswechsel erlebte diesmal die Eschweiler Feuerwehr, was sicherlich auch dem Umstand geschuldet war, dass der starke Regen einige Indestädter vom Feuerwerk abhielt. Ein 34-Jähriger wurde in der Nacht dennoch von einem Feuerwerkskörper an der Hand und an den Augen so stark verletzt, dass er ins Klinikum Aachen gebracht werden musste.

Der Chef der Eschweiler Feuerwehr, Axel Johnen, zog ein positives Fazit, da die Zahl der Einsätze sank: kein Feuereinsatz (vor einem Jahr: acht), vier Hilfeleistungen (zwei) und 35 Rettungsdiensteinsätze (31).

Am Silvestertag war die Feuerwehr bis 19.30 Uhr bei insgesamt 17 (Vorjahr 15) Einsätzen im Rettungsdienst gefragt. Die hauptberuflichen Kräften im 24-Stunden—Dienst wurden unterstützt von einsatzbereiten freiwilligen Feuerwehrleuten. Von 19 bis teilweise 7.30 Uhr am Neujahrsmorgen waren sie einsatzbereit in den Gerätehäusern Weisweiler, Dürwiß, Bohl sowie in Stadtmitte, um jederzeit bei Feuer- und Hilfeleistungseinsätzen sofort mit der Hauptwache ausrücken zu können. Insgesamt 51 Freiwillige standen in diesem Jahr zur Verfügung.

Um 22.24 Uhr an Silvester rückten erstmals die Feuerwehrkräfte aus Weisweiler sowie der Wache zur Oststraße aus, wo ein etwa 15 Meter hoher Baum umgestürzt war und die Straße komplett versperrte. Bis kurz nach Mitternacht waren zwei Rettungswagen fast ununterbrochen im Einsatz.

Unfall auf der Autobahn

Um 0.28 Uhr war dann der erste Einsatz der Feuerwehr Eschweiler im Jahr 2018 erforderlich. Gemeldet wurde ein schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn zwischen den Anschlussstellen Eschweiler West und Ost. Dort hatte ein Fahrer aus bisher unbekannter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, dass schließlich schwer beschädigt an der Mittelleitplanke zum Stehen kam. Der Mann musste im Rettungswagen behandelt und später ins Krankenhaus Eschweiler gebracht werden.

Bis gegen 3 Uhr waren zeitweise sogar drei Rettungswagen parallel im Einsatz, um die Notfallpatienten zu versorgen. Um 2.05 Uhr wurde sogar ein vierter Notfall aus Bergrath gemeldet, bei dem die freiwilligen Kräfte aus Bohl zur medizinischen Erstversorgung ausrücken mussten, bevor ein nachalarmierter Rettungswagen aus Stolberg eintraf und die Patientin ins Krankenhaus Eschweiler transportieren konnte.

Um 4.32 Uhr meldete eine Mieterin einer Wohnung im 2. Obergeschoss an der Uferstraße einen Wasseraustritt aus der über ihr liegenden Wohnung. Diese wurde geöffnet. Dort fanden die Feuerwehrleute die Ursache für den Wasserschaden: ein defekter Spülkasten. Bis zum Schichtwechsel waren zwei Rettungswagen fast immer ununterbrochen im Einsatz, wobei nach Mitternacht auch Einsatzanlässe wie Schlägereien und übermäßiger Alkoholkonsum zu verzeichnen waren.

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