Eschweiler: Die Bischöfliche Liebfrauenschule verabschiedet 80 Abiturienten

Eschweiler : Die Bischöfliche Liebfrauenschule verabschiedet 80 Abiturienten

Sie haben nach eigener Aussage eine großartige Chance „entschlossen genutzt“, die nächste Stufe erreicht und beschwören in Richtung Zukunft den „Mut zum Aufbruch“: 80 nun ehemalige Schüler der Bischöflichen Liebfrauenschule nahmen am Freitag im Rahmen einer würdevollen Feierstunde in der Pfarrkirche St. Peter und Paul ihre Abiturzeugnisse entgegen.

Während des bewegenden Gottesdienstes im Vorfeld der Abiturfeier hatte Kaplan Andreas Züll den Aufbruch als „Grundelement des Lebens“ beschrieben.

Zu Beginn der sich unmittelbar anschließenden Abiturfeier begrüßte Schulleiter Carsten Gier auch die Diamant-, Gold- sowie Silberabiturienten, und gratulierte den nun Ehemaligen, von denen 25 eine Note von 1,9 oder besser im Zeugnis stehen haben: „Diese Feier stellt den krönenden Abschluss eurer Laufbahn an der Bischöflichen Liebfrauenschule dar.“ In den zurückliegenden acht Jahren sei der Dreiklang zwischen Schülern, Lehrern und Eltern einer der Garanten für den erfolgreichen Werdegang gewesen. Carsten Gier schloss seine Ausführungen mit dem Irischen Segensspruch „Geh deinen Weg“: „Seid Originale der Schöpfung, keine Kopie der Erwartungen. Lebt euer Leben. Macht es gut!“

In einem Grußwort zitierte Pfarrer Michael Datené den Poetry-Slammer Marco Michalzik und machte sich dessen zentrale Frage, wie Gottes Antwort auf die Frage „Was ist dir heilig?“ wohl laute, zu eigen. „Gottes Antwort ist: dein Name. Und diese Antwort gibt Kraft!“, so der Geistliche. Schulrat Olaf Windeln erinnerte als Vertreter des Bistums Aachen an das Leitbild Bischöflicher Schulen, in dem die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler im Sinne des christlichen Menschenbildes im Vordergrund stehe.

„Ich wünsche ihnen, dass sie sich ihr Leben lang an die Fundamente, die an der Bischöflichen Liebfrauenschule gelegt wurden, erinnern“, sprach er die Abiturienten direkt an. Wilfried Berndt bestärkte als stellvertretender Bürgermeister die Jugendlichen, nach vorne zu sehen sowie mutig und offen durchs Leben zu gehen. „Angst blockiert und ist kein guter Ratgeber“, so der Vertreter der Stadt.

Elternvertreterin Stephanie Feller beglückwünschte auch alle Mütter und Väter „nach gefühlt 2645 geschmierten Pausenbroten und ebenso vielen grauen Haaren“. Sie blickte auf das Leben der Reifezeugnis-Inhaber im Kontext des Weltgeschehens zurück: Diese seien genauso alt wie der USB-Stick, hätten den Millenium-Crash und den im Maya-Kalender vorhergesagten Weltuntergang überstanden, die Einführung des Euro, einen deutschen Papst, die Wahl der ersten Bundeskanzlerin, die Entwicklung des iPhones, den Brexit und die Flüchtlingssituation als Herausforderung erlebt. „Ihr seht, nicht alles werdet ihr beeinflussen können. Aber ihr habt die Voraussetzung und die Chance, euer Leben verantwortungsvoll in die Hand zu nehmen“, lautete ihr Ratschlag.

Paula Cremers und Julia Feller unterstrichen als Sprecherinnen der Jahrgangsstufe die Individualität jedes Schülers. Von Beginn an sei die jetzige Abiturientia außergewöhnlich gewesen. Dank gebühre der gesamten Schulfamilie. „Nun wissen wir, dass wir ihnen die Schule mit ruhigem Gewissen überlassen können“, lautete der augenzwinkernde Gruß und Dank an Carsten Gier, dessen Stellvertreterin Anja Groth sowie die Jahrgangsstufenleiterinnen Ines Pieper-Janosa und Sarah Körfer. Letztgenannte wünschten ihren Schützlingen „Alles Gute von A wie Abitur bis Z wie Zukunft“. Und dann war die Schulzeit für die 80 Abiturienten Vergangenheit.

Musikalisch gestaltet wurden Gottesdienst und Abiturfeier vom Oberstufenchor, dem Chor der 6. Klassen (beide unter der Leitung von Professor Michael Hoppe), Laura Thülen (Violine), den Abiturienten Paula Cremers (Gesang), Justin Vietz (Gitarre), Christin Lenzen (Gesang und Gitarre) und Anna Karina Vogts (Gesang), die von Maximilian Esser an der Gitarre begleitet wurde.

(ran)
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