Eschweiler: Der persönliche Besuch soll auch weiterhin der Standard bleiben

Eschweiler : Der persönliche Besuch soll auch weiterhin der Standard bleiben

Mutter oder Vater zu werden, gehört zu den schönsten Dingen dieser Welt. Allerdings stellt ein Baby auch das Leben der Eltern (fast immer) auf den Kopf. Praktisch nichts ist mehr wie zuvor. Das Gebot der Stunde lautet also: Unterstützung erhalten und annehmen!

Um werdenden Eltern sowie Familien in den ersten, oft turbulenten Lebensjahren des Kindes oder der Kinder Rückhalt zu bieten, haben sich in Eschweiler die „Frühen Hilfen“ etabliert. Bereits seit dem Jahr 2008 wird im Rahmen dieser Aktivitäten das Baby-Begrüßungspaket „Hallo, hier bin ich“ an alle indestädtischen Familien mit Neugeborenen im persönlichen Kontakt verteilt.

Inzwischen hat sich allerdings ein sehr positives „Problem“ eingestellt: Eschweiler wächst und weist steigende Geburtenzahlen auf. Diese schöne Entwicklung hatte zur Folge, dass in der jüngsten Vergangenheit nicht alle Familien mit Neugeborenen im anvisierten Zeitraum kontaktiert werden konnten. Deshalb richteten die Verantwortlichen des Jugendamtes am Dienstagnachmittag eine Informationsveranstaltung im Ratssaal des Rathauses aus.

Rita Szabo von der Koordinierungsstelle „Frühe Hilfen“ und Baby-Besuchsdienst hieß gemeinsam mit ihrer Kollegin Dorothea Kohlen zahlreiche junge Eltern und deren Neugeborene willkommen. „Auch in der Zukunft wird der persönliche Besuch bei den Eltern unser Standard bleiben“, versicherte die Gastgeberin. Zuvor hatten Bürgermeister Rudi Bertram und Stefan Kaever, der als Beigeordneter auch für das Dezernat „Jugend“ verantwortlich ist, das Wort an die Gäste gerichtet. „Vor noch gar nicht so langer Zeit wurde mir von offizieller Seite mitgeteilt, Eschweiler sei eine sterbende Stadt und verliere in absehbarer Zukunft rund zehn Prozent seiner Bewohner. Inzwischen wissen wir: Das Gegenteil ist der Fall. Wir bauen und bauen neue Kindergärten. Eine großartige Entwicklung zum Wohle unserer Stadt“, erklärte der Verwaltungschef, dessen Ausführungen von Stefan Kaever ergänzt wurden.

„Seit 2008 gibt es die Initiative des Baby-Begrüßungspakets. Die damaligen Babys machen sich nun auf den Weg, die Grundschule zu verlassen“, so der Beigeordnete, der unterstrich, dass die Besuche keinesfalls als Kontrollmaßnahmen zu verstehen seien. „Kinder bringen immer einen Umbruch innerhalb der Familie mit sich. Deshalb lautet unser Angebot: Wir helfen euch!“

„Hallo, da bin ich!“

Welche Unterstützungsangebote es wo gibt, teilte Rita Szabo ihren Zuhörern anhand des Elternbegleitbuchs „Hallo, da bin ich!“ mit. Die Bandbreite reicht von Informationen über wirtschaftliche Hilfen und staatliche Unterstützung für Eltern sowie Gesundheit und Entwicklung über die Betreuungsangebote in Kindertagesstätten, durch die Kindertagespflege oder Tagesmütter bis hin zur Beratung und Unterstützung für Migranten.

Darüber hinaus wies sie auf das neu entwickelte Onlineportal „Eschweiler-Familien-Navi“ hin, erinnerte die Eltern daran, dass seit Juni 2012 in der gesamten Europäischen Union der Kinderpass eine Verpflichtung darstellt und wies nicht zuletzt auf die im Bürgerbüro der Stadt Eschweiler erhältliche Familienkarte der Städteregion Aachen hin. „Diese gibt es seit Jahren, doch kaum jemand ist darüber informiert. Mit ihr haben Familien die Möglichkeit, bei 400 Anbietern Geld zu sparen. Und dies bis zum 18. Geburtstag des jüngsten Kindes. Es lohnt sich also“, betonte Rita Szabo.

Weitere Informationen

Weitere Informationen sind auf der Internetseite der Stadt Eschweiler unter www.eschweiler.de sowie bei Rita Szabo unter Telefon 02403/71709 zu erhalten.

(ran)