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Der Äezebär wird am Veilchendienstag in Eschweuler verbrannt

Flammentod : Äezebär schuldig gesprochen

Selbst Petrus trug Trauer und zeigte dies am Dienstag durch heftigen Regen. Der Grund: Unruhestifter (oder Wohltäter?) Ambrosius Claudius Äezebär sah sich während seines Prozesses mit schwerwiegendsten Vorwürfen konfrontiert. Das Urteil fiel traditionell drastisch aus, lautete „Tod durch Verbrennen“ und stürzte Prinz Simon I. spürbar in Gewissenskonflikte.

Unter großer Anteilnahme der närrischen Bevölkerung lieferten sich Ankläger Daniel Reinartz und Verteidiger Helmut Römer ein emotionales Rededuell. Kurzzeitig schien sogar ein Freispruch möglich. Doch nach eingehender Beratung mit seinem Zerm David verkündete die Tollität zur Bestürzung nahezu aller Schaulustigen schwersten Herzens und mit nahezu erstickter Stimme seine folgenschwere, aber wohl unabwendbare Entscheidung. Die Tage von Ambrosius Claudius Äezebär waren gezählt! Mitten auf dem Frankenplatz ging der Delinquent in Flammen auf. Schon während des musikalisch untermalten Umzugs zum Richtplatz, den die KG Lätitia Blaue-Funken-Artillerie dem Narrenherrscher und dem Angeklagten gewährten, musste die Bevölkerung am Straßenrand in ernste Mienen der Elferratsmitglieder blicken, die, in dunkle Anzüge gewandet und mit Petersilie in den Händen, den Schluss der Prozession bildeten.

(ran)