Eschweiler: Delphine werden Dritter beim Bezirksturnier

Eschweiler : Delphine werden Dritter beim Bezirksturnier

Am Ende machten wieder die beiden besten Mannschaften den Sieg unter sich aus. Beim Pokalturnier der Wasserballer im Schwimmbezirk Aachen besiegte am Sonntag in der Schwimmhalle Jahnstraße das Team des SV Aachen im letzten Spiel des Tages die Konkurrenten und Vorjahrsgewinner aus Stolberg mit 6:1 und wurden Pokalsieger.

Nur fünf Schwimmvereine im Aachener Bezirk bieten Wasserball an. „Wir sind so etwas wie die Randsportart einer Randsportart“ sagte Simon Münstermann, der Technische Leiter und stellvertretende Vorsitzende des Eschweiler Vereins Wasserfreunde Delphin. Die Atmosphäre bei einem solchen Turnier ist dadurch aber auch familiär: Jeder kennt jeden.

Oft richtet der Eschweiler Verein das alljährliche Bezirksturnier aus, denn die Bedingungen im Eschweiler Hallenbad sind optimal. Nicht nur im Wasser. Bei dem sommerlich warmen Wetter am Sonntag hatten die Delphin-Mitglieder ein Büfett im Freien aufgebaut, dort gab es Kaffee, Kuchen und Torten, aber auch warme Würstchen, Brezeln, Salat und Bier vom Fass.

Die Wasserballer des Stolberger SV und des Aachener Schwimmvereins waren natürlich die Favoriten auf den Turniersieg. Sie spielen mit ihren ersten Mannschaften in der Oberliga, der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Die Eschweiler Delphine, TV Düren und VfR Übach-Palenberg sind in der Bezirksliga. Das Niveau ist schon sehr unterschiedlich, versicherte Simon Münstermann, der selber aktiv für Eschweiler spielt. Ebenso wie Ann-Kathrin Mertens, die Wasserballwartin des Eschweiler Vereins, die das Turnier organisiert, aber sich zwischendurch auch ins Wasser stürzt, um ihr Team zu unterstützen.

Dass gemischte Mannschaften erlaubt sind, gehört zu den Besonderheiten des Bezirksturniers. Auch die Spieldauer ist anders. Statt der im Wasserball üblichen viermal acht Minuten werden zweimal neun Minuten gespielt. Ausgetragen wird das Turnier im Modus „Jeder gegen jeden“, das erwartete Spitzenspiel der beiden Oberliga-Teams stand als letztes auf der Spielliste.

Wasserball ist ein extrem anstrengender Sport, deshalb wird häufig gewechselt, ähnlich wie beim Eishockey. Bis zu 13 Spieler hat eine Mannschaft, im Wasser sind aber nur sechs Spieler und der Torwart. Und es geht auch ziemlich rau zu. „Wer den Ball führt, darf mit allem angegriffen werden, was nicht unfair ist“, erläuterte Münstermann die Regeln. Außerdem: Der Ball darf nicht unter Wasser gedrückt oder mit beiden Händen gespielt werden.

Trocken bleibt niemand

Zwei Schiedsrichter überwachen das Geschehen, und eine Stoppuhr gehört unbedingt dazu, denn bis zum Torschuss hat ein Team nur 30 Sekunden Zeit. Auch wird bei einer Spielunterbrechung die Uhr angehalten. Wasserscheu sollte man beim Wasserball auch als Zuschauer nicht sein — beim Kampf um den Ball spritzt es heftig. Das Spiel um Platz 1 war, sagt Lukas Gosciniak von den Delphinen, „fast traditionsgemäß ein teilweise auch sehr harter Schlagabtausch zwischen Aachen und Stolberg“. Wegen der intensiven Zweikämpfe mussten die Schiedsrichter einen Ausschluss mit Ersatz durch einen anderen Spieler und zwei Ausschlüsse ohne Ersatz wegen brutalem Spiel eines Stolberger und eines Aachener Spielers aussprechen.

Spielentscheidend war, dass die Aachener ihre Chancen besser verwerten konnten und vor dem Tor kaltschnäuziger agierten.

Eschweiler sicherte sich erwartungsgemäß, wenn auch mit etwas Glück, mit 4:4 Punkten und 13 zu 28 Toren den dritten Platz. „Wir haben uns aber einen anderen inoffiziellen ersten Platz gesichert“, versichert Lukas Gosciniak. Denn als Mannschaft haben die Delphine durch ihre Spielweise die wenigsten persönlichen Fehler im Turnier gesammelt.

Bester Torschütze aus Eschweiler war Sebastian Münstermann, der auch im Ligabetrieb seit knapp 20 Jahren erfolgreichster Schütze des Eschweiler Vereins ist. Durch den 3. Platz beim Pokalturnier stehen die Chancen gut, nach Aachen und Stolberg als gesetzte Oberligamannschaften erneut am Wettbewerb des NRW-Pokals in der kommenden Saison teilnehmen zu können.

In der Abschlusstabelle belegt der SV Aachen mit 8:0 Punkten und 37:5 Toren Platz 1 vor dem Stolberger SV (6:2 Punkte, 33:9 Tore).

Es folgen Wasserfreunde Delphin Eschweiler (4:4 Punkte, 13:28 Tore), Dürener TV (2:6 Punkte, 8:27 Tore) und VfR Übach-Palenberg 0:8 Punkte, 9:31 Tore.