Eschweiler: Das EMF ist jetzt das ganze Jahr über präsent

Eschweiler : Das EMF ist jetzt das ganze Jahr über präsent

Es ist längst zu einem der Markenzeichen der Indestadt geworden: das Eschweiler Music Festival, kurz EMF. Jetzt macht das hochkarätige Musikereignis, das alljährlich Tausende auch auswärtiger Besucher auf den Marktplatz zieht, rund ums Jahr auf sich aufmerksam.

Mit Hilfe eines nagelneuen Lkws, den die Eschweiler Spedition Hintzen Logistik am Montag in Dienst stellte und dessen Seitenwände ein riesiges Foto ziert. Ein Foto vom Auftritt der Blues Brothers Band auf der Marktbühne, aufgenommen von Eckhard Pelky.

Spediteur Heinz Hintzen hatte die Idee zu dem rollenden „Eye catcher“. Vor sieben Jahren dekorierte Hintzen einen seiner Lkw mit dem Logo der Stadt — ein Hingucker. „Einen normalen Lkw beachtet kein Mensch“, sagt Hintzen, „aber wenn der ,Eschweiler-Truck‘ an einer Ampel steht, schaut jeder hin.“ 7,50 Meter lang und 2,50 Meter hoch ist die von einer belgischen Fachfirma bedruckte Plane, die Heinz Hintzen jetzt in Auftrag gab.

Von ihm stammte auch die Idee zu dieser ebenso außergewöhnlichen wie eindrucksvollen Werbung nicht nur für das Festival, sondern auch für die Stadt Eschweiler. Bis zum Sommer, so Ralf Wallraff vom Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt, soll Hintzens Fuhrpark um einen weiterer Lkw wachsen.

Auf den Planen: Eschweilers attraktivste Ansichten, vom Markt bis zum Blau-steinsee. Etliche Jahren lang werden die Fahrzeuge dann im Regionalverkehr unterwegs sein und das Image der Indestadt aufpolieren — von Jülich bis Simmerath, von Düren bis Aachen ebenso wie in und um Maastricht und Lüttich.

Dass das Unternehmen Hintzen zur Indestadt ein ganz besonderes Verhältnis hat, kommt nicht von ungefähr: Schon anno 1802 gründeten die Gebrüder Hintzen das Speditionsgeschäft mit 50 Pferden in Eschweiler und 20 Pferden in Stolberg. Von Eschweiler aus fuhren die Pferdewagen nach Köln, um dort Stückgüter zu holen, die nicht mehr mit der Eisenbahn transportiert werden konnten. Drei Tage waren Pferd und Fahrer damals unterwegs.

Die mit Kesseln beladenen Wagen fuhren aber auch häufig oft nach Russland, und ein solcher Transport, der von Eschweiler Fuhrleuten begleitet wurde, dauerte oft zwei bis drei Monate. „Früher waren wir auch auf Umzüge spezialisiert“, erzählt Heinz Hintzen. „Damals hieß es: Zieh‘ aus, zieh‘ ein mit Hintzens Hein“.

Heute verfügt das Unternehmen, das vor Jahren seinen Sitz von der Röthgener Straße in den Industrie- und Gewerbepark (IGP) verlegte, über 55 Lkw und Sattelzüge aller Größenordnungen und ist europaweit unterwegs. Hintzen ist auch Praxispartner von drei renommierten Instituten der RWTH Aachen University sind und hilft so mit, innovative Ideen zu entwickeln und zu erforschen.

(rpm)
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