Eschweiler: CDU will Wirte am See in Eigenregie bauen lassen

Eschweiler: CDU will Wirte am See in Eigenregie bauen lassen

Im Rat und seinen Ausschüssen ist die Marschrichtung längst beschlossene Sache, und auch Bürgermeister Rudi Bertram hat mehrfach erklärt, dass er an den Beschlüssen nicht rütteln werde: Das Westufer des Blausteinsees soll nach den Plänen des weltweit renommierten Planungsbüros Krause-Bohne entwickelt und architektonisch aus einem Guss gestaltet werden.

Dies hindert die CDU nicht daran, immer wieder neue Vorstöße zu unternehmen, um das Krause-Projekt zu torpedieren und andere Vorstellungen voranzutreiben.

Jetzt drängt die CDU-Fraktion in einem Schreiben an Bürgermeister Rudi Bertram darauf, Seerandflächen Eschweiler Gastronomen zur eigenen Verfügung zu überlassen: „Die Geschäftsführung der Blausteinsee-GmbH sollte prüfen, ob sich nicht kurzfristig am See durch privates Investment der ortsansässigen Gastronomen ein Gastronomiebereich für die Allgemeinheit, insbesondere natürlich für die Erholung suchenden Eschweiler Bürger, installieren lässt”, fordert Fraktionsvorsitzender Bernd Schmitz - dabei wahrheitswidrig unterstellend, die in den Krause-Plänen vorgesehenen Gastronomiebereiche seien nicht der Allgemeinheit und insbesondere den Eschweiler Bürgern zugänglich.

Die CDU habe gehört, dass Planer Krause gegenüber einem interessierten Gastwirt einen Mietpreis von etwa 25 Euro pro Quadratmeter genannt habe. „Das ist u.E. bei der am Standort vorliegenden nur saisonalen Auslastung wirtschaftlich nicht darstellbar”, so Schmitz, der von einer Obergrenze von 10 bis 12 Euro ausgeht.