Brückenabriss Herrenfeldchen: CDU will 1000 Meter Umweg verhindern

Brückenabriss Herrenfeldchen : CDU will 1000 Meter Umweg verhindern

Derzeit läuft die Sanierung der Brücke an der Brückenstraße, anschließend folgt in wenigen Wochen der Abriss der Brücke an der Straße im Herrenfeldchen über den Omerbach. Für die etwa halbjährige Sperrung an letztgenannter Straße ist bislang jedoch kein Ersatzüberweg über das Gewässer für Fußgänger eingeplant.

Aus Kostengründen, wie sich der CDU-Ortsverband Süd auf Aussagen der Verwaltung beziehen. Mit der Situation sind die Christdemokraten nicht einverstanden und fordern „vor dem Hintergrund des sehr langen Zeitraumes“ einen solchen Überweg per Antrag an den Bürgermeister.

Denn ohne Provisorium vor Ort hätten die Fußgänger nach Ansicht der CDU zwei lange Umwege Richtung der Übergänge an der Eifelstraße vor sich: Der eine über die Ardennenstraße wäre 1140 Meter lang, der über den Ostpreußenweg 990 Meter. Das Stück entlang der Eifelstraße sei „vor allem mit Kindern und Hunden alles andere als entspannt“ – und im Winter sei der Weg wegen der fehlenden Beleuchtung „eine Zumutung“. Die Varianten „können nicht ernsthaft eine Alternative für Fußgänger sein“, heißt es weiter, zumal die Bushaltestelle Knippmühle und der Euregiobahn-Haltepunkt in Nothberg auch nur über die Umwege zu erreichen seien.

Und: Die CDU befürchtet, dass die Herrenfeldchen-Anwohner stärker vom Pkw-Verkehr belastet werden, weil im Bereich der Sperrung eine beliebte Eisdiele liegt und die Umleitung den Verkehr auf die enge Straße konzentrieren würde.

Die Lösung aus Sicht der Antragsteller sieht wie folgt aus: Etwa 30 Meter neben der abzureißenden Brücke führt ein Steg des Wasserverbandes zu einer Ablesestelle über den Omerbach – eine „kostengünstige Variante“, die den Umweg auf 110 bis 150 Meter verringern würde. Die CDU bittet die Stadtverwaltung, diese Möglichkeit nach Rücksprache mit dem Wasserverband zu prüfen, weil schließlich bestimmte Sicherheitsvorkehrungen für einen Fußgängerüberweg gelten müssen. Mit der möglichen Nutzung dieses Steges sei „sicherlich einiges an Geld“ zu sparen im Vergleich zu einem anderen Provisorium. Und die Bürger würden „deutlich entlastet“, findet die CDU.

(cro)
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