CDU: Geschlossen und glaubwürdig aus der Katastrophe

CDU: Geschlossen und glaubwürdig aus der Katastrophe

Die Mitgliederversammlung des Stadtverbands der CDU Eschweiler markierte einen Neustart. Doch ohne Rückblicke in die jüngere Vergangenheit der Partei ging es am Dienstagabend nicht. Und diese fielen teilweise sehr heftig und schmerzhaft aus.

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Zukunft nicht meistern”, betonte Franz- Josef Dittrich. Der ehemalige Fraktionsvorsitzende war der Erste, der während der Aussprache das Wort ergriff: „Das Ergebnis der Kommunalwahl hat gezeigt, dass der Weg, der im Mai 2008 eingeschlagen wurde, in die falsche Richtung führte.” Auch die für ihn für das desatröse Abschneiden bei der Kommunalwahl Verantwortlichen nannte Franz-Josef Dittrich.

„Das Ergebnis trägt zwei Namen: Farkas und Stolz. Ich fordere Wolfram Stolz deshalb auf, sein Stadtratsmandat nicht anzutreten beziehungsweise abzugeben.” Die Parteiaustritte von vier CDU-Ratsmitgliedern in der nun abgelaufenen Legislaturperiode, die dann die CSL-Fraktion gründeten, seien alleine Wolfram Stolz zuzuschreiben. „Wolfram Stolz trägt die Verantwortung für die Spaltung und die Entmachtung der Fraktion innerhalb der Partei.”
ArtikelMit seiner Ansprache erntete Dittrich auch heftigen Gegenwind.

„Es ist eine Dreistigkeit, dass ausgerechnet der Mann, der in den vergangenen zehn Jahren Teil des Problems der Eschweiler CDU war, nun einfach zwei Namen nennt und diese verantwortlich macht”, kritisierte Franz-Josef Koch. „Gerade in den Jahren, in denen sie Fraktionsvorsitzender waren, war die Partei abgemeldet und die Fraktion eine Ein-Mann-Show mit diktatorischen Zügen”, so der Dürwisser in Richtung seines Vorredners.

Für die nun notwendige Glaubwürdigkeit, betonte Städteregionsrat Helmut Etschenberg, stehe Willi Bündgens. „Er ist der Fackelläufer, der die CDU Eschweiler vereinen und die Schmerzen der Vergangenheit lindern wird.”