Konzert zum ersten Adventssonntag: Carmina Mundi begeistert in der Dreieinigkeitskirche

Konzert zum ersten Adventssonntag : Carmina Mundi begeistert in der Dreieinigkeitskirche

„Machet die Tore weit“ - so lautete das Motto eines Konzertes des Aachener Chors Carmina Mundi zum ersten Adventssonntag in der Dreieinigkeitskirche.

Mit ihrem grandiosen Gesang gelang es den Sängerinnen und Sängern die Herzen ihrer Zuhörer zu öffnen. A-capella-Chormusik vom Feinsten kündigte Pfarrer Thomas Richter den Zuhörern in der restlos besetzten Dreieinigkeitskirche am Ersten Advent an.

Damit untertrieb er schon beinahe, dem Aachener Chor Carmina Mundi unter der Leitung von Harald Nicoll gelang es nicht nur bestens, seine Zuhörer auf die Adventszeit einzustimmen, den Sängerinnen und Sängern gelang dies auf einem exzellenten und begeisterndem Niveau. Schon mit dem ersten Lied „Machet die Tore weit“ aus dem 17. Jahrhundert bewies der Chor eine differenziertes Klangbild in dem alle Stimmlagen von Sopran bis Bass klar zu hören und zu verstehen waren.

Es folgten 80 Minuten Lieder aus vielen Jahrhunderten und verschiedenen Kulturkreisen. Dargeboten in unterschiedlichsten Originalsprachen. Von Latein über Französisch, Englisch, Schwedisch, Lettisch und Deutsch. Alle Höhepunkte hervorzuheben ist an dieser Stelle kaum möglich. Besonders beeindruckend war die in leisen Tönen gehaltenen Interpretation des bekannten Liedes „Leise rieselt der Schnee“, die in fein differenziertem, leisen Arrangement die Einfühlsamkeit der Sängerinnen und Sänger besonders betonte.

Das Volksmusik alles andere als krachledern sein kann, zeigte Carmina Mundi durch den „Himmlischen Adventjodler“ von Lorenz Meierhofer auf. Einer ganz besonderen musikalischen Herausforderung stellten sich die Aachener mit dem Chorwerk des lettischen Komponisten Eriks Esenvalds „Northern Lights“, das in Teilen in lettisch vorgetragen wurde, eine für deutsche Ohren eher komplizierte Sprache. Die moderne Musik des Letten stellte den Chor vor wirklich große Herausforderungen, doch alle musikalischen Klippen wurden souverän, eindrucksvoll und begeisternd bewältigt.

Das Publikum dankte den Akteuren mit begeistertem und langem Applaus. Man darf heute schon gespannt auf das nächste Adventskonzert von Carmina Mundi in 2019 warten.

(mu)
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