Eschweiler: Büchereileiterin setzt sich seit Jahren für die Stadtbücherei ein

Eschweiler : Büchereileiterin setzt sich seit Jahren für die Stadtbücherei ein

Angebote für Menschen aller Altersklassen in Sachen Lesekompetenz hält die Stadtbücherei in vielfacher Hinsicht bereit. Am Mittwochabend verschafften sich nun die Mitglieder des Kulturausschusses im Rahmen ihrer Sitzung ein Bild von den räumlichen Bedingungen der Einrichtung im Rathaus.

Leiterin Michaele Schmülling-Kosel stand den Fragen der Kommunalpolitiker Rede und Antwort und hielt darüber hinaus auch einige Vorschläge bereit, die Aufenthaltsqualität für die Kunden der Stadtbücherei weiter zu verbessern.

„Platz nach oben“

„Wer uns nicht kennt, findet uns nur, wenn er penetrant nachfragt“, legte sie den Finger in eine Wunde. „Seit nunmehr fünf Jahren kämpfe ich für eine gut sichtbare Beschilderung. In dieser Hinsicht ist reichlich Platz nach oben vorhanden“, gab Michaele Schmülling-Kosel ihren Zuhörern mit auf den Weg.

Möbelwunsch

Im Bereich der Erwachsenen-Bibliothek sei eine komplette Neumöblierung wünschenswert, da die vorhandenen Möbel „so alt wie das City-Center“ seien. Apropos City-Center: Im Rahmen des Abrisses könnte sich Michaele Schmülling-Kosel einen Durchbruch in Richtung Innenstadt vorstellen. „Ein repräsentativer Eingang wäre natürlich attraktiv!“, so die Bücherei-Leiterin, die aber keinesfalls nur räumliche und bauliche Aspekte in den Vordergrund stellte. Stichwort Medienkompetenz.

„In der gesamten Städteregion gibt es im Schulbereich ganze zwei Medienpädagogen. Es ist also leicht auszurechnen, was letztlich bei den Eschweiler Schulen ankommt. Deshalb stünde der Stadt ein eigener Medienpädagoge gut zu Gesicht. Nicht zuletzt, um eine Brücke zwischen den Schulen und der Bibliothek zu schlagen“, so Michaele Schmülling-Kosel.

Sehr positiv zu bewerten sei die Arbeit des Fördervereins der Stadtbücherei, dessen Verantwortliche unter anderem die Anschaffung von 13 iPads möglich gemacht hätten. Ebenso hätten Spenden dafür gesorgt, auch blinden oder sehbehinderten Kindern und Jugendlichen vermehrt Angebote unterbreiten zu können.

Da der gesamte Bereich der Stadtbücherei WLAN-fähig sei, nähmen inzwischen auch immer häufiger Schüler die Möglichkeit wahr, die Bibliothek als Lernraum zu nutzen.

(ran)
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