Eschweiler: Brigidamesse: Wasser und Brot werden gesegnet

Eschweiler : Brigidamesse: Wasser und Brot werden gesegnet

Sie entschied sich im „wilden“ Irland des fünften Jahrhunderts für das Christentum, trat mit 14 Jahren in ein Kloster ein, gründete im Jahr 470 ein Doppelkloster in Kildare, dem sie als Äbtissin vorstand und in dem das „Book of Kildare“ entstand. Gemeinsam mit den Heiligen Patrick und Columban von Iona bildet Brigida von Kildare das Triumvirat der „Patrone Irlands“.

Die willensstarke Frau, deren Freigiebigkeit und Hilfsbereitschaft gegenüber Armen und Kranken sprichwörtlich gewesen sein soll und nach der die Ordensgemeinschaft der Brigitten benannt ist, verstarb am 1. Februar 523. Weltweit gedenken Christen an jedem 1. Februar der Heiligen. Nicht zuletzt in Weisweiler. Schließlich ist Brigida die zweite Pfarrpatronin der Kirchengemeinde St. Severin. Deren Verantwortliche hatten am Donnerstagmorgen zur Brigidamesse eingeladen, während der Pfarrer Norbert Crampen traditionell Wasser und Brot segnete.

„Brigida bildet ein zentrales geistiges Fundament unserer Gemeinschaft“, begrüßte der Geistliche die Gläubigen zu Beginn des Gottesdienstes, der vor allem den Landwirten gewidmet war. Auch und gerade in dem kleinen Kreis der Menschen, die die Messe am Donnerstagmorgen besuchten, sei die Patronin „als Fürsprecherin vor Gott“ zugegen. „Die zu Lebzeiten mächtige Frau, die ihre Macht segensreich eingesetzt hat, trägt uns“, so Norbert Crampen, der die Landwirte direkt ansprach. „Sie empfehlen der Heiligen ihre Tiere und Äcker an und bitten um Segen für alles Leben, das sich nach der Sonne, der Christussonne, sehnt.“

Vorbild für die Menschen

Brigida diene als Vorbild für die Menschen, habe sie doch mit ihrer beständigen Liebe Stärke unter Beweis gestellt. „Patrick hat den Keim gesät, den Brigida bewahrt und Columban als Missionar, unter anderem in das Gebiet des heutigen Deutschlands, weitergetragen hat“, stellte Pfarrer Norbert Crampen noch einmal die Verbindung zu den drei Schutzpatronen Irlands her, die für das Christentum größte Bedeutung hätten. Brigida symbolisiere das Leben, genau wie Wasser und Brot. „Einfache Lebensmittel, die uns nähren, uns leben lassen“, so der Zelebrant, der in seine Bitten für eine gerechte(re) Welt auch und gerade die vielen Menschen einschloss, denen Wasser und Brot fehlt.

(ran)