Brandschutz St.-Antonius-Hospital: Eschweiler Krankenhaus vorbereitet

St.-Antonius-Hospital : In Sachen Brandschutz gibt’s immer was zu tun

Nach dem Feuer einer Klinik in Düsseldorf fühlt sich das St.-Antonius-Hospital gut aufgestellt. Die technische Entwicklung geht voran, bisher gab es nur wenige ernste Zwischenfälle.

1900 Rauchmelder, 280 Feuerlöscher, 85 Wandhydranten und 43 Rauchansaugesysteme – um nur einmal einige Zahlen zu nennen. Peter Kowalski kennt diese Zahlen bestens. Warum? Im St.-Antonius-Hospital ist er Brandschutzbeauftragter und Fachkraft für Arbeitssicherheit. Vom Dienst wurde er dafür freigestellt. Heißt: Kowalski kümmert sich darum, dass die Mitarbeiter entsprechend ausgebildet werden und ist Ansprechpartner für Stadt und Feuerwehr. Er weiß: Damit eine Einrichtung wie das Eschweiler Krankenhaus in Sachen Brandschutz stets auf dem neusten Stand ist, gibt es eine Menge zu tun.

Online-Schulungen in Sachen Theorie stehen für die Mitarbeiter genauso auf dem Programm wie praktische Löschübungen. Auf diese Weise könne man den Angestellten die Angst vor dem Umgang mit den Feuerlöschern nehmen, so Kowalski. Mit den Online-Schulungen habe man ebenfalls gute Erfahrungen gemacht. Um den baulichen Brandschutz kümmert sich zudem ein Ingenieur-Büro, das die Planungen und die Ausrüstung des St.-Antonius-Hospitals im Blick hat.

Kerzen auf den Stationen

Alle Patientenzimmer sind überwacht. Eine Alarmierung geht direkt an die Feuerwehr. Anzeige-Tableaus auf den Stationen geben zudem einen akustischen und optischen Alarm. Nicht nur die betroffene Etage, sondern auch die Geschosse, die über und unter dem Brand liegen, werden informiert. Seit 31 Jahren ist Kowalski im Eschweiler Krankenhaus tätig. In dieser Zeit gab es zwei Brände, die aufgrund der frühzeitigen Alarmierung allerdings glimpflich ausgingen.

In 98 Prozent handle es sich um Fehlalarm. „Die Patienten und ein Großteil des Personals bekommen den Alarm nur mit, weil die Feuerwehr vorfährt“, sagt Jürgen Reindahl, Leiter der Werkstatt und stellvertretender technischer Leiter des Hauses. Gerade wenn sich Baustellen im und um das Haus herum befinden würden, könne schon einmal ein Alarm ausgelöst werden.

Kowalski kann sich noch an Zeiten erinnern, in denen es in Sachen Brandschutz noch ein wenig anders zuging. Zur Weihnachtszeit sei es üblich gewesen, Kerzen auf den Stationen aufzustellen und auch Tannenbäume mit Kerzen seien keine Seltenheit gewesen. Das ist allerdings nicht mehr erlaubt – außer in der Kapelle des Hauses. In den 1990er Jahren investierte das Haus in neue Decken. Damals war es zudem noch üblich, dass sich die Technik-Räume auf den Stationsfluren befanden. Auch dies wurde geändert.

Als der Hubschrauberlandeplatz im Jahr 2015 auf das Dach der Einrichtung verlagert wurde, nutzte man die Gelegenheit, um auch gleich die Brandabschnitte im Haus zu verkleinern. „Früher waren die Stationen A und B durch eine Türe voneinander getrennt. Jetzt haben wir auf einer Etage fünf Brandabschnitte. Im Ernstfall müssen also maximal sechs Zimmer geräumt werden“, sagt Kowalski. Auch die Türen wurden 2015 ausgetauscht. Die technische Entwicklung gehe immer weiter voran, weiß auch Geschäftsführer Elmar Wagenbach.

Und was steht in Zukunft im St.-Antonius-Hospital noch auf dem Programm? Mittlerweile sei das Haupthaus komplett überwacht. Das angrenzende Elisabeth-Heim sowie das Personalwohnheim müssten allerdings noch weiter ausgestattet werden. Es gebe also immer etwas zu tun.

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