Eschweiler: Bienen programmieren in der Bücherei

Eschweiler : Bienen programmieren in der Bücherei

Die Stadtbücherei stellt sich digital auf. Nach der Übergabe eines iPad-Koffers richtet sich die neueste Anschaffung, die vom Förderverein der Stadtbücherei ermöglicht wurde, an die kleinen Besucher. Mit Hilfe der „Bee-Bots“ sollen Vor- und Grundschulkinder „einen Einstieg ins Roboting und in die Kreativität“ erleben, erklärte Leiterin Michaele Schmülling-Kosel bei der Spendenübergabe.

Die kleinen Roboter im niedlichen Bienen-Design können mit Hilfe von Pfeiltasten programmiert werden und fahren dann über eine entsprechend skalierte Karte. Durch zahlreiche Vorlagen können den Kindern damit Aufgaben gestellt und kleine Geschichten erzählt werden. Die Arbeit mit den Robotern kann so Bereiche der Mathematik, des Sachkunde- und Deutschunterrichts gleichzeitig abdecken.

Die Idee für die Neuanschaffung kam Schmülling-Kosel bei einer Fortbildung, die daraufhin den Wunsch an den Förderverein weiterleitete. Der erfüllte die Bitte am Freitag und legte noch ein paar USB-Sticks dazu. Damit können Gäste der Bücherei an den dortigen PCs arbeiten, recherchieren und Bewerbungen schreiben, da der Anschluss von eigenen USB-Sticks nicht möglich ist. Die Datenträger können zudem vor Ort hinterlegt werden, um später darauf zuzugreifen.

„Wir denken, dass die Bücherei diese Wege gehen muss“, bekräftigte Kevin Behrens, der im Vorstand des Fördervereins sitzt. Die Kinder könnten so spielerisch an Algorithmen und Vorausdenken gewöhnt werden. Schmülling-Kosel möchte diesen Weg im Rahmen des Projekts „Gute Schule 2020“ weiter fördern.

Medienpädagogik wichtig

Die digitalen Angebote der Stadtbücherei sollen bei den Schulen und Kitas in Eschweiler offen beworben werden, auch um die Kinder bereits früh für die Stadtbücherei und damit ebenso für das analoge Lesevergnügen zu begeistern. „Wir haben bereits angeregt, einen Medienpädagogen einzustellen“, verriet Schmülling-Kosel zu den zukünftigen Plänen.

Die medienpädagogische Erziehung sei immer wichtiger geworden, da die Kinder immer früher Zugang zu Handys, Tablets und Computern und damit auf das größtenteils ungefilterte World Wide Web erhalten. Die Schulen sollen diesem Lernbereich nach Plänen der Landesregierung in Zukunft mehr Platz einräumen. Die Bibliothek könnte diesen Prozess an der Seite der Schulen mitgestalten und begleiten, so die einhellige Sicht der Mitarbeiter der Stadtbücherei und des Fördervereins.

(cheb)
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