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Berschroth: Bergrather Prinzessinnen feiern die 25

Berschroth : Bergrather Prinzessinnen feiern die 25

Zur Jubiläums-Mädchensitzung hatten sich alle Närrinnen im ausverkauften Festzelt in Bergrath versammelt. Gemeinsam feierten sie die Geburtstagssitzung der Damen der KG Prinzengilde 1947 Bergrath.

„Vor 25 Jahren wurde die erste Damensitzung ins Leben gerufen und heute feiern wir schon Silberhochzeit mit dem Verein!“, verkündete Iris Winden-Cremer, Präsidentin des Damenelferrats und Moderatorin des Spektakels.

Die Frauen des Elferrats nahmen auf der Bühne Platz verziert mit einem roten Krönchen. Für dieses Accessoire gab es auch einen Grund, wie die Präsidentin erklärte: „Wir sind doch alle auf eine andere Art und Weise Prinzessinnen. Wie oft passiert es, dass wir ins Straucheln geraten und hinfallen. Dann stehen wir wieder auf, richten unsere Krone und weiter geht’s!“

Mit diesen lieben Worten konnte die Sitzung beginnen. Die musikalische Begleitung der Sitzung übernahm Walter Spiller. Die Jugend der Prinzengilde zog feierlich in das Festzelt ein. In ihrer gelb-roten Gardeuniform gab die „Kleine Wache“ ihr Debüt. Diese Formation ist an die „Große Wache“, dem Aushängeschild des Vereins, angelehnt.

Die Gruppierung besteht aus dem Bambinitanzpaar, dem Kindermariechen und der Mädchen- sowie Jungentanzgarde. Mit ihrer Choreographie zeigten sie, was sie heute schon können. Das tänzerische Können wurde sowohl mit lautem Applaus, als auch Lebkuchenherzen belohnt. Die Kinderpräsidentin Lorena Breyer überreichte Iris Winden-Cremer und Iris Mondry, zweite Kassiererin, den Kinderorden. Im Gegenzug wurde Breyer mit dem Jubiläumsorden geehrt.

Damit die Lachmuskeln richtig beansprucht werden, stand „‘ne Kistedüvel“ alias Thilly Meester aus Neuss auf dem Programm. Im rot-weißen Overall, mit Hörnern, Dreizack und einem Plüschschwänzchen betrat sie die Bühne. Schon bald bekam ihr Mann Herbert sein Fett weg: „Wenn ich seinen Trainingsanzug nicht in der Maschine schleudern würde, bekäm der keine Bewegung!“ Ergänzend sorgte auch „Engel Hettwich“ für urkomische Unterhaltung.

Die Büttenrednerin Hedwig Sieberichs erschien in einem weißen Kleidchen und Fliegerbrille. Eben so, als wäre sie direkt vom Himmel gefallen. Mit Charme und Witz überzeugte die Dauerverlobte von Petrus auf ganzer Linie. Der rheinische Komiker Christian Pape ergänzte die Liste der Redner. Durch seine Art entstand gleich eine persönliche Atmosphäre in der er unter anderem über die Heimat sprach.

Um auch den restlichen Körper in Bewegung zu bringen, waren die Bergrather Regimentstrompeter genau das Richtige. Der Trompetensound wurde mit Gitarre und Schlagzeug verfeinert und brachte die Karnevalistinnen zum Tanzen. Bei „Kölsche Jung“ und „Verdammt lang her“ wurde mit vollem Körpereinsatz mitgesungen.

Dafür bekamen auch sie den Jubiläumsorden. Musikalisch ging es weiter. Die Band „Bohei“ kommt aus Eschweiler und wurde 2016 gegründet. Die jungen Männer setzten auf karnevalistische Lieder sowie Jeanshemden und kamen bei den Damen gut an. Mehr karnevalistischen Mundart gepaart mit Rock und Pop gab es bei „Stabelsjeck“. Die Musiker heizten den Frauen ordentlich ein.

Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Prinzengilde, stattete die Gesellschaft der Mädchensitzung ebenfalls einen Besuch ab. Die noch im Elferrat aktiven Ex-Präsidentinnen Silvia Maul und Elisabeth Frings sowie Iris Winden-Cremer wurden geehrt. Präsident Udo Mondry, Kommandant Marcel Momma und Regimentsstabskapellmeister Franz-Peter Frings bekamen vom Damenelferrat den Jubiläumsorden überreicht. Auf der Geburtstagssitzung gab es noch weitere hohe Gäste. Denn Prinz Patrick I. und sein Zeremonienmeister Michael hatten sich angekündigt. Standesgemäß marschierten sie in einem Meer aus Rosen in das Zelt ein. Unter Gejubel und Geklatsche erreichten sie die Bühne. Auch der adlige Besuch wurde mit dem Jubiläumsorden geehrt.

Es folgte die Showtanzgruppe „Op Zack“. Die Truppe ist ein Eigengewächs der Gilde und besteht aus 28 Tänzerinnen sowie Tänzern. Mit einer überwältigenden Performance zum Thema Himmel und Hölle begeisterten sie die Kostümierten. Die gekonnten Bewegungen in Kombination mit Hebungen waren spitze. Das spiegelte sich auch in den Standing Ovations wieder. Für diese herausragende Leistung gab es dann für Trainerin Beate Mansfeld und Betreuerin Iris Mondry, beide Mitglieder im Damenelferrat, einen Jubiläumsorden.

Eine weitere Tanzeinlage gab es von den „Wild Boys“. Das Männerballett ist nicht nur erfolgreich bei den NRW-Meisterschaften, sondern haute auch auf der Sitzung alle vom Stuhl. Mit ihrer elektrisierenden Choreographie, gekonnten Hebefiguren und kraftvollen Energie stand das Zelt Kopf und forderte eine Zugabe.

(cca)