300 Meter Hecke befallen: Bergahorn-Bestand an einem Wirtschaftsweg bei Röhe wird ab morgen gerodet

300 Meter Hecke befallen : Bergahorn-Bestand an einem Wirtschaftsweg bei Röhe wird ab morgen gerodet

Die fast ausschließlich aus Bergahorn bestehende 300 Meter lange Baumhecke entlang des Wirtschaftsweges zwischen Röhe und verlängerter Franz-Liszt-Straße muss am dem heutigen Mittwoch gerodet werden. Der Wirtschaftsweg zwischen der verlängerten Franz-Liszt-Straße und der Straße „Am Römerberg“ in Röhe wird bis Ende der Woche gesperrt.

Das teilt die Stadt mit. Und: Da bei der Zerkleinerung der Bäume auch unter Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen Sporen freigesetzt werden, die bei intensivem Kontakt eine allergische Reaktion hervorrufen können, „werden insbesondere auch Radfahrer und Fußgänger gebeten, den Bereich während der Arbeiten zu meiden“.

Der Baumbestand ist durch einen Pilz befallen, der Verursacher für die sogenannte Rußrindenkrankheit ist. Dieser ursprünglich in Nordamerika beheimatete Pilz befällt insbesondere den Bergahorn und breitet sich über Sporen aus. Im Krankheitsverlauf wird auf dem Holz ein schwarzer rußartiger Belag sichtbar, auf dem sich die Sporen befinden. Betroffene Bäume sterben dann innerhalb kurzer Zeit ab.

Auch die Bäume in der betroffenen Hecke waren im Frühjahr noch ganz normal ausgetrieben. Aufgrund des trockenen Sommers im vergangenen Jahr und der erneut anhaltenden Trockenheit sind die Bäume „jedoch so vorgeschädigt und geschwächt, dass die Widerstandfähigkeit gegenüber dem Befall mit Schadorganismen stark abnimmt“, heißt es in der Mitteilung. „Teile der Hecke sind bereits abgestorben.“

Unmittelbar verbrennen

Um einer weiteren Ausbreitung des Pilzes entgegenzuwirken, aber auch die Verkehrssicherheit zu wahren, müsse die Stadt handeln. Auch wenn die Zeit für Baumfällungen denkbar ungünstig ist, weil sie unter anderem von Vögeln als Niststelle genutzt wird, muss die Baumhecke „noch in dieser Woche entfernt werden“. Dies erfolgt in Abstimmung mit der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde der Städteregion Aachen. Die Arbeiten werden maschinell durchgeführt, wobei das Holz beim Hacken befeuchtet wird um eine Freisetzung der Sporen zu minimieren. „Das gehackte Holz wird dann unmittelbar zur Verbrennung verbracht und ordnungsgemäß entsorgt.“

Mehr von Aachener Nachrichten