Eschweiler: Bei der Karnevalsparty soll es faire Kamellen regnen

Eschweiler : Bei der Karnevalsparty soll es faire Kamellen regnen

Die Idee der Fair-Trade-Bewegung entstand bereits in den 70er-Jahren. Doch erst in den vergangenen Jahren haben sich fair gehandelte Produkte immer mehr durchgesetzt und sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Gerecht und nachhaltig produzierte Waren helfen das Leben vieler Menschen in aller Welt zu verbessern. Mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Menschen und Ressourcen dieser Erde, damit beschäftigen sich nun auch die Schüler der Realschule Patternhof. Den Anstoß dazu gab Elmar Christoffels, Lehrer und Hauswirtschaftslehrer an der Realschule Patternhof. „Ob in Sozialwissenschaft, Erdkunde oder Politik: Fairtrade lässt sich wunderbar in den Unterricht integrieren!“ weiß der Lehrer.

Und auch Schulleiterin Michaela Silbernagel unterstützt begeistert die Fairtrade-Aktionen in ihrer Schule. „Die Kinder und Jugendlichen erfahren so beispielsweise einiges über Kinderarbeit und Massentierhaltung. Vor allem in den armen Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas schuften Kinder für gar keinen oder einen nur sehr geringen Lohn.“ Der faire Handel ist ein effizientes Mittel zur Armuts- und Elendsbekämpfung. In der Realschule sorgt seit kurzem nicht nur eine Fair-Trade-AG, die aus sieben Schülerinnen der Jahrgangsstufe 9 besteht, sondern auch auch ein Fair-O-Mat für einen pädagogischen Mehrwert.

Der Fair-O-Mat ist ein Gerät, dass mit Fair-Trade-Produkten wie Schokolade, Müsliriegel, Cookies, Bonbons und getrockneten Mangoschnitten bestückt ist. Hier können die Schüler und Besucher fair gehandelte Produkte erstehen, die zwar etwas teurer sind, aber für deren Herstellung ein fairer Lohn gezahlt wurde.

Und damit der Fair-O-Mat auch immer „gut im Futter steht“, dafür sorgt die Fair-Trade-AG, die den mechanisch betriebenen Automaten immer mit neuer Ware bestückt. Außerdem beschäftigen die Mädels sich mit Unterrichtsmat—rialien für die fünften bis zehnten Klassen, damit auch ihre Mitschüler für das thema sensibilisiert werden. In den nächsten Wochen möchte Fair-Trade-AG-Leiter Elmar Christoffels mit den Mädchen den Eine-Welt-Laden in Aachen besuchen, um noch mehr über die Produkte zu erfahren.

Vom fairen Handel profitieren weltweit jedes Jahr direkt und indirekt rund zehn Millionen Menschen. Ihnen wird für Ihre Arbeit ein fairer Lohn gezahlt, der es ihnen ermöglicht, ihre Kinder in die Schule zu schicken, Zugang zu medizinischer Versorgung und sauberem Trinkwasser zu haben. Dies wird durch die Zahlung der Fairtrade-Prämie realisiert. Der faire Handel ist ein effizientes Mittel zur Armuts- und Elendsbekämpfung.

Die Realschule möchte künftig ihre Produktpalette erweitern. Bereits beim Tag der offenen Tür haben die Schüler Kaffee und Kakao aus dem fairen Handel verkauft. Die nächste Aktionen mit fairen Produkten stehen auch schon an: Demnächst soll in der Schule mit fairen Produkten gekocht werden und zur Karnevalsparty am Montag, 5. Februar, soll es faire Kamelle regnen, verspricht Schulleiterin Silbernagel.

(irmi)
Mehr von Aachener Nachrichten