Eschweiler: „Bedarf an Beratung ist in der jüngeren Vergangenheit gestiegen“

Eschweiler : „Bedarf an Beratung ist in der jüngeren Vergangenheit gestiegen“

Während des Informations- und Anmeldetags am Berufskolleg Eschweiler kreuzen sich in jedem Jahr die Wege vieler junger Menschen, die aus den unterschiedlichsten Richtungen die Schule der Städteregion Aachen anvisieren.

„Jeder Schüler, der die weiterführende Schule nach der zehnten Jahrgangsstufe verlässt, findet bei uns Optionen“, erklärte Schulleiter Thomas Gurdon am Samstagvormittag. Die Bandbreite der Möglichkeiten reicht dabei von der Ausbildungsvorbereitung in den Bereichen Gesundheitswesen, Naturwissenschaft, Technik sowie Wirtschaft und Verwaltung oder dem Besuch einer internationalen Förderklasse über das Nachholen des Hauptschulabschlusses nach Klasse neun oder zehn, dem Besuch der zweijährigen Berufsfachschule, an dessen Ende die Fachoberschulreife stehen sollte oder aber das Anstreben der Fachhochschulreife mit anschließendem Studium. Ein Spektrum, das nach individueller Beratung förmlich schreit.

„Der Bedarf an Beratung ist in der jüngeren Vergangenheit deutlich gestiegen“, macht Thomas Gurdon deutlich. Dies ließe sich auch anhand der Intensität der individuellen Gespräche zwischen Lehrern auf der einen und eventuell zukünftigen Schülern und deren Eltern auf der anderen Seite ablesen. „Mit dem Übergang zum Berufskolleg rückt der Einstieg in die Berufslaufbahn und damit der tatsächliche Ernst des Lebens konkret in den Fokus. Eine Weichenstellung steht unmittelbar bevor“, unterstreicht der Schulleiter die Bedeutung auch des Informations- und Anmeldetags, dessen Organisation in diesem Jahr federführend in den Händen von Lehrer Dirk Kantlehner lag.

Dass sich dabei das Berufskolleg Eschweiler wie jede andere Schule auch den gesellschaftlichen Veränderungsprozessen anpassen müsse, steht für den Pädagogen außer Frage. Dabei helfe auch ein Blick in die Historie des Berufskollegs, das im laufenden Schuljahr von rund 2400 Schülern besucht werde: „Am 13. Dezember 1868, also vor nun annähernd 150 Jahren, öffnete die ‚Fortbildungsschule zu Eschweiler‘ als eine Vorgängerin des Berufskollegs ihre Pforten für 43 Schüler. Vor rund 25 Jahren waren hier 60 Lehrer tätig. Heute umfasst das Kollegium 120 Lehrer“, nennt Thomas Gurdon Zahlen, die die rasante Entwicklung nicht zuletzt in Sachen Spezialisierung belegen.

Die Digitalisierung stelle nun für die Gesellschaft und damit auch für die Schule im Allgemeinen die nächste Herausforderung dar. Eine Entwicklung, die zahlreichen Menschen Sorgen bereite, doch auch viele Chancen biete. „Jede Zeit hat ihre Umbrüche“, plädiert der Schulleiter dafür, die Chancen in den Vordergrund zu stellen. Wobei er ausdrücklich betont, dass sich vieles, aber nicht alles verändere: „Die Qualität des Lehrers bestimmt nach wie vor die Güte des Unterrichts.“

Wer diesem am Berufskolleg Eschweiler in Zukunft folgen möchte, kann sich noch bis einschließlich Freitag, 23. Februar, im Sekretariat der Schule an der August-Thyssen-Straße oder auch online anmelden.

(ran)