Baustelle am Hauptbahnhof Eschweiler

Errichtung einer Fußgängerbrücke : Bald ist der Hauptbahnhof Eschweiler barrierefrei

Die Sanierung zu einem barrierefreien Hauptbahnhof (Hbf.) Eschweiler hat begonnen. Noch in diesem Jahr soll die Errichtung einer Fußgängerbrücke erfolgen. Das bedeutet, dass nicht nur Reisende in Richtung Köln durch die Unterführung müssen, sondern auch die Passagiere, die in Richtung Aachen fahren möchten.

„Im Zuge der Baumaßnahmen an Gleis 1 und dem Dach am Bahnhof wird bis Frühjahr 2019 der Bahnsteig 1 nicht nutzbar sein können und aus Köln kommende Züge nicht mehr dort, sondern an Gleis 3/4 halten müssen. Dann bestehen für diese Passagiere die gleichen Schwierigkeiten“, schreibt Johannes Schmitz. Unser Leser hat für Zugreisende hilfreiche Tipps: „Wer ohne erhebliche Mühen die Bahn nutzen will, kann die Euregiobahn nutzen und vom Talbahnhof (stündlich um x07 oder x37) zuerst nach Stolberg fahren, wo für die Züge nach Aachen beziehungsweise Köln ein gemeinsamer Bahnsteig besteht und man auf der einen Seite aus- und auf der anderen Seite in den Zug nach Köln einsteigen kann. Oder man fährt (stündlich um x23) von Talbahnhof nach Düren, wo bereits Aufzüge bestehen, und geht dort zum Gleis 3, wo die Züge RE 1 und RE 9 Richtung Köln abfahren.

Wenn durch die Baumaßnahmen am Eschweiler Hbf. das dortige Gleis 1 zum Ausstieg nicht genutzt werden kann, sollte man von Köln kommend in Düren aussteigen und zu Gleis 6 gehen, um die Euregiobahn zu nutzen, die dort stündlich um x17 abfährt und 20 Minuten später am Talbahnhof ist.“

Im dritten Bauabschnitt (am Jahresende) soll der Bahnsteig auf 76 Zentimeter über Schienenoberkante erhöht werden. Reisende können dadurch leichter ein- und aussteigen. Den barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen ermöglichen zukünftig zwei Aufzüge. Zusätzlich werden ein neues Bahnsteigdach unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes (Bahnsteig 1) sowie vier Wetterschutzhäuser (Bahnsteig an Gleis 3 und 4) errichtet. Zudem werden die Personenunterführung und die zugehörigen Treppenaufgänge erneuert. Das alte Stellwerk wird durch moderne Elektronische Stellwerkstechnik (ESTW-Technik) ersetzt und die Oberleitung wird angepasst.

Die beiden Überholgleise 1 und 4 werden auf eine Nutzungslänge von 750 Metern ausgebaut. An beiden Gleisen werden dazu Signale versetzt, das Gleis 4 wird um rund 150 Meter verlängert. Dadurch können Güterzüge bei Bedarf halten und überholt werden.

(irmi)
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