Eschweiler: Axt macht Platz für die neue Landesstraße

Eschweiler: Axt macht Platz für die neue Landesstraße

Das Warten hat ein Ende: Die Arbeiten am 2. Bauabschnitt der L238n, der Ortsumgehung Pumpe, laufen. Ein Forstunternehmen rodet seit Afang der Woche das Areal am Hohen Stein, durch das die Straße führt. In zwei Wochen sollen dann die Bagger damit beginnen, in den Berg eine Schneise zu schlagen.

Der Landesbetrieb Straßenbau rechnet damit, dass die Verkehrsader in etwa einem Jahr fertig ist und befahren werden kann. Das Land zahlt für die etwa zwei Kilometer lange Trasse 5,5 Millionen Euro.

Über 15.000 Kipplaster voll

Für den Landesbetrieb ist dieser Straßenbau außergewöhnlich. Es müssen alleine 200.000 Kubikmeter Erde bewegt werden, um die Straße zu errichten. Das entspricht einer Menge von über 15.000 (!) Kipplaster-Ladungen. Logistisch ist das eine große Herausforderung.

Auf dem Weg zur Phönixstraße lauern weitere Hindernisse. Bodenuntersuchungen haben ergeben, dass die Trasse zwei Kohleflöze kreuzt. „Diese müssen mit einem Spezialmörtel gesichert werden“, berichtet Arnd Meyer, Projektleiter des NRW-Landesbetriebes. Ebenfalls auf der Strecke liegt ein alter Wetterschacht. Wie damit verfahren wird, soll mit einer Spezialfirma vereinbart werden. Gespräche finden in der nächsten Woche statt.

Zunächst müssen jedoch alle Bäume aus dem Weg geräumt werden. Das Holz wird verarbeitet — zu Brenn- oder Bauholz. Darum kümmert sich allerdings das Forstunternehmen, denn die gefällten Bäume gehen in dessen Besitz über. Anschließend tragen Bagger den Oberboden ab. Der Landesbetrieb rechnet mit etwa 7000 Kubikmetern. Anschließend geht es an die eigentliche Schneise für die Straße, die an der Brücke Rue de Wattrelos ansetzt und schließlich an der Phönixstraße endet.

Am Schlusspunkt des 2. Bauabschnitts wartet eine weitere Herkulesaufgabe: Das markante Beton-Widerlager mit dem Schriftzug EBV wird abgerissen. Denn dort mündet die neue Straße auf die Phönixstraße. Sprengungen sind dafür allerdings nicht erforderlich. „Wir gehen davon aus, dass sich auch das Widerlager mit einem Bagger abtragen lässt“, so Arnd Meyer.

Mit dem Baustart endete die jahrelange Wartezeit auf den 2. Bauabschnitt. Seit über zehn Jahren liegt die Trassenführung fest, bisher scheiterte die Umsetzung am Geld. Erst mit dem aktuellen Landeshaushalt wurde der Bau schließlich auf finanziell sichere Beine gestellt. Die Zukunft des 3. Bauabschnitts ist ungewiss.

(pan)