Eschweiler: Ausstellung von Roland Mertens im Talbahnhof

Eschweiler: Ausstellung von Roland Mertens im Talbahnhof

Die Werke von Roland Mertens sind von Geheimnissen umgeben. Sie führen den Betrachter in eine Parallelwelt und zeichnen sich durch Mehrdeutigkeit aus. „Roland Mertens ist ein Anhänger der Aufklärung, aber niemals belehrend“, meinte Ana Sous, die in ihrer Einführung einen Blick in die Welt des Künstlers gab.

Landschaften und Stillleben

Am Sonntag beendete der Eschweiler Kunstverein seine diesjährige Ausstellungsreihe und präsentierte unter dem Titel „Same same but different“ Werke des Malers Roland Mertens. Viele Interessierte waren in das Kulturzentrum Talbahnhof gekommen, um einen Blick auf zahlreiche Porträts, Landschaften und Stillleben zu werfen. Helen Weidenhaupt, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Eschweiler und Vorsitzende des Kulturausschusses, begrüßte die Gäste und dankte nicht nur dem Künstler, sondern auch den Organisatoren. „Solch ein ehrenamtliches Engagement ist wirklich einzigartig.“ Genauso wie die Vorsitzende des Kunstvereins, Nadine Müllers, freute sie sich darauf, die Werke des Malers und Aktionskünstlers, der 1952 geboren wurde und in Aachen lebt und arbeitet, einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Doch bevor es soweit war, gab es noch eine Einführung von Ana Sous, die zu Beginn zugab: „Als Roland mir von der Idee zu seiner Ausstellung erzählte, war mir das zunächst befremdlich.“ Doch Sous ließ sich auf die Ölgemälde, Zeichnungen und Installationen ein und kam zu dem Ergebnis: „Die Geschichte seiner Werke liegt unter der Oberfläche.“ Die Figuren in seinen Zeichnungen seien auf der einen Seite weise, jedoch gleichzeitig verletzlich dargestellt. Die Stadtansichten, die weitläufige italienische Landschaften zeigen, beinhalten viele Details, denen man beim ersten Blick vielleicht keine Beachtung schenkt. Doch genau in diesen Details liegt das Besondere. Spielende Kinder und Arbeiter auf dem Gerüst verleihen den Werken eine ganz besondere Note.

Mit seinen „Wunderkästen“ habe Mertens eine Art mystisches Schauspiel geschaffen, meinte Sous. „Sie erinnern mich an Schaukästen in Naturkunde- und Technikmuseen. Roland eröffnet damit einen Weg in eine Parallelwelt und wird so zum Geschichtenerzähler.“

Bis zum 7. Dezember

Der Künstler selbst war von dem großen Andrang begeistert und bedankte sich für die Unterstützung. Bis zum 7. Dezember haben Interessierte die Möglichkeit, sich die Ausstellung von Roland Mertens in der Städtischen Kunstsammlung im Eschweiler Talbahnhof anzuschauen. Die Öffnungszeiten sind: freitags von 16 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 13 Uhr sowie sonntags von 11 bis 13 und von 16 bis 18 Uhr. Am 7. Dezember findet ab 16 Uhr eine Finissage statt. Diese wird musikalisch von „Rooty Blues“ begleitet.

(se)
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