Eschweiler: Ausstellung beschäftigt sich mit dem Älterwerden

Eschweiler: Ausstellung beschäftigt sich mit dem Älterwerden

Im Alter werden viele Dinge schwieriger und manchmal ist es nicht mehr möglich, in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben. Da ist es sinnvoll, bei einem Hausbau heute schon an morgen zu denken oder beim Umbau auf Barrierereduzierung nachzudenken. Inspiration und professionelle Beratung zu diesem Thema bot jetzt die Ausstellung „Zu Hause wohnen — ein Leben lang“.

Bei dieser Ausstellung der LBS in der Sparkasse Eschweiler waren verschiedene bauliche Möglichkeiten ausgestellt, die das Leben im Alter vereinfachen. Aber nicht nur im Alter können die Umbaumaßnahmen sinnvoll sein. So kommt zum Beispiel ein Aufzug in einem Mehrparteienhaus sowohl den Älteren zu Gute, als auch Müttern mit Kinderwagen, Personen im Rollstuhl oder einfach denjenigen, die aus- oder einziehen und Vieles zu tragen haben.

Ähnlich ist es mit einer Tür, die über eine Fernbedienung geöffnet werden kann. Über einen kleinen Monitor kann man sehen, wer geklingelt hat und auf Knopfdruck öffnet sich die Haustür. Dies ist nicht nur für Menschen praktisch, die nicht so schnell aus dem Sessel kommen, sondern auch zum Beispiel für einen alleinerziehenden Vater, der gerade die Hände voll zu tun hat.

Um den Nutzen zu veranschaulichen, wurde die Ausstellung interaktiv gestaltet. Die Ausstellungsobjekte luden bewusst zum Anfassen und Ausprobieren ein. Sei es die elektrische Schiebetür oder die Höhenverstellbare Küche. Natürlich stand auch die Finanzierung im Mittelpunkt, denn ein barrierereduzierender Umbau kostet Geld und bedarf deshalb genauer Überlegungen, was sinnvoll ist.

„Dabei muss man jeden Interessierten individuell beraten“, erklärte Klaus Wohnaut, Direktor der Sparkassen-Direktion Eschweiler/Stolberg. „Wir können hier nicht pauschalisieren. Denn jedes Objekt und jeder Mensch ist anders“, bestätigte auch Guido Zintl, Vertriebsbeauftragter der LBS Rheinland. Grund für die Ausstellung war zum einen der demografische Wandel, der auch in Eschweiler spürbar ist, zum anderen der Wunsch, junge Menschen zu sensibilisieren und an die Zukunft denken zu lassen.

Seit Januar 2014 sind Maßnahmen zur Barrierereduzierung im Alter förderungsfähig, so dass auch staatliche Unterstützung beantragt werden kann. Eine Riesterförderung ist ebenfalls möglich.

Auch Handwerker und Architekten müssten sensibilisiert werden, um weiter auf die Thematik aufmerksam zu machen, die immer bedeutender werden werde, so Wohnaut. Ziel ist, „nicht mehr ausziehen zu müssen“, sagte Zintl.

Der Panikschalter

„Vielleicht lächeln wir jetzt noch über manche Erfindung“, sagte der Direktor, „aber irgendwann wird es auch uns betreffen und dann sind wir vielleicht dankbar für eine elektrische Schiebetür oder einen Panikschalter, der alle Lichter angehen lässt.“

(kaba)