Eschweiler: Aufs Team des SKM ist Verlass in allen Lagen

Eschweiler: Aufs Team des SKM ist Verlass in allen Lagen

Schulden über Schulden. Dass Niclas H. vor einigen Monaten nicht in die Insolvenz musste, hat er dem SKM, dem katholischen Verein für soziale Dienste in Eschweiler, zu verdanken. Die SKM-Mitglieder hatten dem jungen Mann finanziell unter die Arme gegriffen und die offenen Rechnungen bei seinem größten Gläubiger, einem großen Energieversorger, beglichen.

Das Geld zahlt der junge Mann dem Verein nun in kleinen Raten zurück. Niclas H. ist nicht der einzige Indestädter, dem auf diese Weise viele Probleme erspart wurden. „Unser Ziel ist es, dort zu helfen, wo Not ist. Man kann uns praktisch als ehrenamtlich agierende Bürgerinititative verstehen, die unbürokratisch Hilfe anbietet”, sagt Dieter Cremer, Vorsitzender des SKM in Eschweiler, und fügt hinzu: „Da spielt es keine Rolle, welcher Konfession oder Religion eine Person angehört, und schon gar nicht, ob sie männlich oder weiblich ist”, sagt Cremer.

Insbesondere die wirtschaftliche Not vieler Menschen sei in den vergangenen Jahren immer häufiger Grund gewesen, die Hilfe des Vereins in Anspruch zu nehmen. „Gerade mit seinen Stromschulden steht Niclas nicht alleine da. Immer öfter sitzen Menschen im Dunkeln”, erklärt Siegfried Germann, stellvertretender Vorsitzender des Vereins.

Aber nicht nur wenn der Strom fehlt, sondern auch wenn der Kühlschrank leer ist oder Möbel oder Kleidung gebraucht werden, hilft der Verein mit Rat und Tat. Er verweist die Hilfesuchenden an die richtigen Ansprechpartner, stellt Kontakte her und gibt im Notfall auch mal einen Lebensmittelgutschein aus, damit nicht eine ganze Familie hungern muss, bis wieder Geld auf dem Konto eintrifft.

„Inzwischen müssen wir aber auch schon genauer hinschauen, wo wir eingreifen”, sagt Vorstandsmitglied Gerd Becker. Denn unter den „Bedürftigen” findet sich auch so manch schwarzes Schaf. „Es gibt Leute, die machen sich einen Spaß daraus, die Hilfe auszunutzen. Sie laufen die verschiedenen Organisationen ab und holen sich dort beispielsweise Lebensmittel-Gutscheine”, erklärt er. Dabei werde das Geld für die wirklich dringenden und akuten Notfälle benötigt.

Ohne Spenden geht es nicht

Die Mittel für diese Hilfe stammen aus einem Pool, der sich in erster Linie aus Spendengeldern zusammensetzt - deshalb ist der Verein selbst auf finanzielle Unterstützung angewiesen. „Und darauf, dass die Menschen, denen wir helfen, ihre zinslosen Darlehen auch zurückzahlen”, sagt Germann. Die meisten hielten sich auch an diese Vereinbarung , aber „ein bisschen Schwund ist immer”, sagt Becker.

Doch nicht nur bei Geldsorgen ist der Verein Ansprechpartner, sondern auch in anderen Lebensfrage. Besonders in Angelegenheiten des alltäglichen Lebens will der Verein helfen.

„Wir kümmern uns um Obdachlose und Menschen ohne Arbeit, wir helfen Migranten bei komplizierten Behördenangelegenheiten, wir helfen und beraten in Erziehungsfragen und wirken mit bei den Aufgaben der Jugend- und Sozialhilfe”, sagt Gerd Becker. Dabei arbeitet der Verein eng mit dem Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) zusammen.

Insbesondere aber das Schicksal von Senioren liegt den Mitgliedern am Herzen. Im Besuchs- und Gesprächsdienst bieten die Mitglieder älteren, einsamen Menschen ein offenes Ohr, wenn ihnen sonst niemand zuhört. Gerade an Geburtstagen der Senioren, an Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten sind viele älteren Menschen über diese Besuche äußerst dankbar.

Und manche Aufgaben, die der SKM übernimmt, sind alles andere als lustig. Etwa der Hospizdienst, in denen Schwerstkranke und Sterbende Menschen in ihren letzten Wochen auf ihrem Weg begleitet werden. „Das geht auch den Mitarbeitern an die Substanz - aber diese Hilfe wird benötigt”, sagt Germann.

Später ist der SKM dann nicht mehr für die Sterbenden, sondern deren Angehörigen da, mit seiner Trauerbegleitung und dem Trauercafé. „Dass wir damit richtig liegen und die Hilfe gebraucht wird, merken wir an den vielen Menschen, die unsere Unterstützung in Anspruch nehmen.”

Seit mehr als 20 Jahren ist der Sozialdienst katholischer Männer eine Anlaufstelle für Eschweiler Bürger.

Damit auch weiter schnell und unbürokratisch geholfen werden kann, freut sich der Verein über Spenden auf das Konto 350 24 16 der Sparkasse Aachen, BLZ: 390 50000.