Aufräumtruppe gegen Temposünder auf der Marienstraße in Eschweiler

Sensibilisierungs- und Aufräumtruppe : Mit Schildern gegen Temposünder auf der Marienstraße

„Gefahr“; „Schritt fahren“ und „Hier 7 km“ steht auf den Schildern der Sensibilisierungs- und Aufräumtruppe aus Eschweiler,als sie am Montag auf der Marienstraße auf das Tempolimit aufmerksam gemacht haben.

Rund 45 Minuten standen die fünf Demonstranten an der Straße und setzen sich dafür ein, dass die Autos den verkehrsberuhigten Bereich respektieren, der auf der Straße in der Innenstadt Eschweilers ausgewiesen ist. „Viele wissen gar nicht, dass hier nur maximal sieben Stundenkilometer gefahren werden dürfen“, sagte Brigitte Averdung-Häfner.

Sie ist die Gründerin der Truppe, die sich zur Aufgabe gemacht hat, auf Missstände hinzuweisen und Änderungen zu fordern. „Wenn sich Menschen schon nicht an diese Regeln halten – an was halten sie sich denn noch nicht?“, sagte Averdung-Häfner, die ein Schild mit „Nötigung?!?“ in die Luft hielt. Der wie eine Frage formulierte Ausdruck bezieht sich auf die vergangene Aktion an der Marienstraße im April mit der gleichen Intention. Die Truppe hatte bei ihrem Protest schnelle Autos angehalten, um mit den Fahrern ins Gespräch zu kommen. Stadt und Polizei hatten sich laut Averdung-Häfner dann beschwert, es sei ein Eingriff in den fließenden Verkehr. „Wir hätten Leute genötigt, anzuhalten. Daher stehen wir jetzt wie ein Kunstwerk am Rand“, sagte die engagierte Eschweilerin.

Die Aktion erregte schnell die Aufmerksamkeit der Passanten, die größtenteils ihre Zustimmung kundtaten, aber auch wenig Hoffnung in Bezug auf die Nachhaltigkeit hatten, wie eine Eschweilerin der Truppe mitteilte: „Das ist eine gute Idee, wird aber nur leider nichts bringen. Die Polizei müsste sich hier hin stellen und Strafzettel verteilen, das wirkt.“

Veränderung fange im Kleinen an, ist sich die Truppe sicher und hofft, dass solche Aktionen Früchte tragen.

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