Eschweiler: Aufbruchstimmung bei den ESG-Handballern

Eschweiler : Aufbruchstimmung bei den ESG-Handballern

Die sportliche Bilanz sorgte für gute Stimmung bei der Jahreshauptversammlung der ESG-Handballer. Die Damen schafften als Meister den Aufstieg in die Kreisliga, in der Jugendabteilung wurden rundum gute Ergebnisse erzielt und auch die 1. Herren-Mannschaft konnte sich nach dem Abstieg konsolidieren und will mit jungen Spielern im kommenden Jahr angreifen.

Vorsitzender Michael Weber blickte entsprechend positiv z auf das Handballjahr zurück und stellte fest, dass man sowohl im Seniorenbereich mit 253 Mitgliedern und 122 Jugendmitgliedern ein deutliches Plus erzielen konnte — die Marke „ESG“ sei weiterhin positiv besetzt in der Indestadt und locke neue Spieler zu den Gelb-Blauen.

Das wurde auch im Bericht von Geschäftsführerin Jennifer Topp-Kivircik bekräftigt. Die 1. Mannschaft holte den 8. Platz und konnte zahlreiche junge Spieler integrieren, die nach dem Abstieg die Mannschaft wieder zukunftsfähig machen sollen. Der Zukunftsplan soll Chefsache werden: Michael Weber übernimmt das Traineramt von Armin Alten, der als 2. Vorsitzender weiterhin präsent sein wird.

Die 2. Mannschaft von Trainer Olaf Reitz holte den 5. Platz in der 1. Kreisklasse und konnte sich im Vergleich zur Vorsaison deutlich verbessern, obwohl der Kader oft durcheinander gewirbelt wurde und Reitz erst kurzfristig wusste, wer auf der Platte stehen wird.

Mittelfristig soll die 2. Mannschaft zum „Sprungbrett“ in die „Erste“ werden und die jungen Spieler aus der Jugendabteilung in den Seniorenbereich führen. „Man stellt sich auf eine schwierige Saison ein, ist aber optimistisch, dass sie vergleichsweise gut, wie dieses Jahr, verläuft“, erklärte Topp-Kivircik. Feierstimmung gab es in der 3. Mannschaft von Lars Blume, die als „De Facto-A-Jugend“ mit einigen erfahrenen Spielern antrat. Trotz häufiger Doppelbelastung der jungen Spieler holte man den Aufstieg. „Dies wird sich hoffentlich in der nächsten Saison widerspiegeln, wenn diese Spieler fest in die Kader der 1. und 2. Mannschaft rücken“, ergänzte die Geschäftsführerin. Die Mannschaft wird in der kommenden Saison in der 2. Kreisklasse antreten, womit man nun auf Kreisebene in jeder Liga vertreten ist.

Die 4. Mannschaft hatte mit einigen Ausfällen zu kämpfen, wodurch es mehrfach zu Spielverlegungen und -absagen kam. Aufgeben will man das Team aber nicht, denn auch hier können wertvolle Erfahrungen für junge Spieler gesammelt werden.

Die Damen feierten am letzten Spieltag der Saison nicht nur den Derbysieg gegen den TFB Röhe, sondern auch den Aufstieg in den Kreisliga. „Ein junges Team mit guten Chancen, den Klassenerhalt in der höheren Liga zu schaffen“, stellte Weber fest, der sich auf die Lokalduelle mit den ebenfalls aufgestiegenen Röhern freute.

Weibliche E-Jugend gemeldet

Als Grundlage für jeden Erfolg im Seniorenbereich gilt weiterhin die Sicherung der Jugend im Verein. Nach einigen Jahren Abstinenz konnte erstmals wieder eine weibliche E-Jugendmannschaft gemeldet werden, damit der Unterbau der Damenmannschaft künftig gesichert ist. Die C-Jugend sicherte sich den Aufstieg in die Mittelrheinoberliga, die B-Jugend holte in der 3. Liga den 5. Platz, was für die gute Nachwuchsarbeit der ESG‘ler spricht. „Wir erwarten in den nächsten Jahren weiterhin sehr gut ausgebildete Jugendliche für den Seniorenbereich“, fasste Weber zusammen.

Das Ziel ist klar definiert: Mit Nachwuchs aus der ESG-Schmiede soll die 1. Mannschaft in den nächsten Jahren den Weg zurück in die Landesliga finden. Verantwortlich für die gute Aufbauarbeit in dem Bereich war sieben Jahre lang Engin Kivircik, der mit großem Applaus verabschiedet wurde, aber dem Verein weiterhin erhalten bleibt. Seine Rolle soll Christoph Paschke übernehmen, dessen wichtigste Aufgabe es sein wird, den Übergang vom Jugend- in den Seniorenbereich weiter zu verbessern. Zudem soll die Kooperation mit Grundschulen und Offenen Ganztagsschulen im Rahmen von AG‘s weiterhin verbessert werden.

Parksituation ist kritisch

Das ist jedoch nicht die einzige Baustelle, die man mit Schwung angehen möchte. Im Umfeld der Eichendorffhalle gibt es noch einige Probleme, stellte Weber fest. Seit 20 Jahren hoffe man auf eine Änderung der Verteilung der Energiekosten — es sei nicht tragbar, dass man „für das Training der Kinder“, mit dem man auch soziale Aufgaben übernehme, so stark finanziell belastet wird. Ebenso kritisch ist die Parksituation an der Halle, seit dort gegenüber mehrere Neubauten stehen. Mit nur 20 Parkplätzen für rund 300 Zuschauer und die Spieler muss hier gehandelt werden, wurde das Problem klar benannt. Als Lösung stellte man sich beispielsweise einen Schotterparkplatz vor. Ein weiterer Punkt ist die Behindertengerechtigkeit der Halle und insbesondere der Zugänge. Mit einem Entgegenkommen der Stadt könnte hier der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft des Eschweiler Handballs gelegt werden, bekräftigten die Mitglieder einstimmig.

(cheb)
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