Eschweiler: Auf heißen Sohlen durch die Dürwisser Partymeile

Eschweiler: Auf heißen Sohlen durch die Dürwisser Partymeile

Diese Veranstaltung hat sich längst weit über die Grenzen der Städteregion hinaus einen Namen gemacht. Die „10 Kilometer von Dürwiß” sind Garant für beste Unterhaltung und sportliche Leistungen auf hohem Niveau.

Das war am Samstag nicht anders, als sich insgesamt 692 Teilnehmer auf die verschiedenen Distanzen machten. Sportlicher Höhepunkt war wieder jene Disziplin, die der Laufveranstaltung ihren Namen gegeben hat: die Zehn-Kilometer-Distanz. Nachdem „Kaafsack” Dieter Kaltenbach das Teilnehmerfeld mit der Nationalhymne - gespielt auf der Trompete - eingestimmt hatte, gab Hans-Josef Hilsenbeck in Vertretung des Schirmherrn, Städteregionsrat Helmut Etschenberg, um 19.30 Uhr den Startschuss.

453 Läuferinnen und Läufer machten sich von der Nagelschmiedstraße aus auf den zwei Kilometer langen Rundkurs, der fünf Mal zu durchlaufen war. Von Beginn an setzte ein Mann Zeichen: Mussa Hudrog. Der Sportler der Aachener TG bestimmte das Rennen von vorne weg und lief nach beeindruckender Leistung und der guten Zeit von 31:46 Minuten ungefährdet als Sieger über die Ziellinie.

Der Gesamtsieger sicherte sich damit gleichzeitig den Kreismeistertitel. Zweiter wurde sein Landsmann Said Hayek; der Marokkaner benötigte 32:08 Minuten für die zehn Kilometer. Platz 3 sicherte sich Hudrogs Vereinskollege, der Ex-Germane Stefan Schnorr, der die Distanz in 33:08 Minuten bewältigte. Einen hervorragenden 5. Platz belegte Yannik Stollenwerk vom Marathon-Club Eschweiler in 33:56.

Schnellste Frau über die zehn Kilometer war Silke Optekamp vom PSV Grün-Weiß Kassel. Als Gesamtneunte benötigte sie ein Zeit von 35:56 Minuten, gefolgt von Sanaa Koubaa (LG Hilden) in 37:17. Drittschnellste war Claudia Leschnik (Alemannia Aachen). Mit einer Zeit von 38:06 Minuten belegte sie Gesamtrang 21 und war damit beste Läuferin auf Kreisebene.

Ebenso wie auf dem Platz an der Sparkasse, so wurde auch entlang der Strecke munter gefeiert - ob bei den insgesamt 22 angemeldeten Partys, die die Germanen wie immer mit einem Fässchen Bier, Luftballons und Straßenkreide unterstützten, oder den vielen weiteren Festivitäten entlang der Strecke. Besonders ausgelassen ging es wieder auf der Partymeile Steinacker zu, wo sich eine Freiluftfete an die nächste reihte.

Quer über die Straße war ein Transparent gespannt: „Herzlich willkommen!” Hier wie überall am Streckenrand applaudierten die Anwohner und ihre Gäste den vorbeieilenden Sportlern und feuerten sie lautstark mit allem, was Lärm macht, an: mit Rasseln, Hupen, der „Tromm”, Kuh- und Handglocken und teils sogar mit jenen Tröten, die allen noch von Fußball-WM bestens in Erinnerung sind: Vuvuzelas.

Besonderen Spaß bereitete den Zuschauern Udo Krüger, der über die zehn Kilometer den Schlussläufer machte und als „Besen-Haile” für viele Lacher sorgte. Und dabei hatte der Mann bereits die 4000 Meter in den Knochen, die er übrigens als Zweitschnellster absolvierte.

Auf der Strecke unterwegs war auch wieder jener Sportler, der sich seit Jahren für Kinder die Hacken abläuft: Peter Borsdorff. Für die 4000-Meter-Jedermannstrecke habe er 52 Minuten gebraucht, gestand er später bei der Siegerehrung auf der Bühne an der Sparkasse. Kein Wunder, dass er so lange unterwegs war: Überall am Streckenrand machte er Halt und hielt den Zuschauern seine Sammeldose hin, und die Zuschauer gaben reichlich.

Für seine Aktion „Running for Kids” hat Peter Borsdorff mittlerweile 401.000 Euro gesammelt, Geld, das Kindern in der Region zugute kommt. So auch am Samstag: Heidi Oosterlinck nahm unter dem Beifall der Zuschauer für den Klara-Fey-Kindergarten in Kinzweiler 500 Euro in Empfang. Und die nächste Spende für einen Eschweiler Kindergarten wird nicht lange auf sich warten lassen.

Im Anschluss an die Siegerehrung für den Hauptlauf feierten die Germanen und ihre Gäste die traditionelle „After Run”-Party. Für die Unterhaltung und den richtigen Ton sorgte einmal mehr DJ Charly Gebauer, der bereits seit dem Mittag gemeinsam mit Karl Schröder durch die Veranstaltung geführt hatte.

Mit der 27. Auflage des Dürwisser Laufes war Abteilungsleiter Jürgen Hagel sehr zufrieden. Er dankte den vielen Mitstreitern aus den Reihen der Germania und den Sponsoren, darunter die Barbara-Apotheke und die Techniker-Krankenkasse, ausdrücklich für ihren Einsatz.

Genau 111 Helfer waren am Start. „111, wie sich das für eine Karnevalsstadt gehört”, meinte Hagel augenzwinkernd. Stellvertretend für alle nannte er bei einem ersten kurzen Fazit namentlich Hilde Lürken, die die Organisationsleitung von Helmut Pesch übernommen hat, Marlene Creutz, Franz Wings und natürlich eben Helmut Pesch, der sich nun um das Meldewesen kümmert und am Samstag zudem gekonnt die Streckenmoderation machte.