„7xSommer“-Aktion: Auf dem Pferderücken die Natur erleben

„7xSommer“-Aktion : Auf dem Pferderücken die Natur erleben

Der alte Spruch „Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“ mag abgedroschen sein. Wenn man allerdings in die glücklichen Gesichter unserer Leser schaute, die auf den Isländern vom Isi-Hof in Hastenrath eine Runde um die Felder drehten, wollte man dieses Sprichwort nicht in Frage stellen.

Für einige war es ein faszinierendes Erlebnis, das erste Mal auf einem solchen Tier zu sitzen. Andere entdeckten ihre frühere Leidenschaft wieder. Und Eltern sowie Großeltern schossen stolz Fotos vom Nachwuchs.

All das geschah unter den wachsamen Blicken und genauen Erklärungen von Petra Gartzen, die in Vertretung für Ulrike Carduck unsere Leser im Rahmen der „7x Sommer“-Aktion begrüßte. Zu Beginn führte sie die Teilnehmer auf dem Hof herum und erläuterte alles Wissenswerte rund um die 17 Isländerpferde, die dort leben. „Sie sind vor allem bekannt durch ihre fünf Gangarten, zusätzlich zu Schritt, Trab und Galopp können sie noch Tölt und Pass“, erklärte Gartzen.

Bei einer Hofführung stellten die Leser viele Fragen. Foto: ZVA/Caroline Niehus

Auf drei Paddocks stehen die Tiere, die hier auf dem Hof in Herden möglichst naturgetreu leben. „Die Pferde können sich also den ganzen Tag bewegen. Wir meiden die Boxenhaltung“, sagte Gartzen. Als anschaulichen Vergleich für ein Pferd in einer Box nannte sie den Menschen im Gäste-WC. Dort wolle man ja auch nicht den ganzen Tag verbringen.

Nach weiteren Fragen vor allem der kleine Teilnehmer ging es dann endlich auf den Pferderücken. Malik Öztürk hatte sich direkt als erstes ein Pferd ausgesucht. Auf dem Fuchs Blesi drehte er in der Halle Runde um Runde und bekam von Petra Gartzen immer wieder Anweisungen und Erklärungen zu Sitz, Haltung und Steuerung. Hacken runter, Zügel gleich lang und ruhig halten, mit den Waden treiben. Als er sogar ein paar Schritte traben durfte, rief der Zehnjährige seiner Mutter zu: „Ich fühle mich wie ein Cowboy!“

Mit Isländern durch die Felder

Auch draußen waren die Teilnehmer begeistert von dem Erlebnis, hoch zu Ross die Natur kennenzulernen. Durch die Felder rund um den Hof wurden sie spazieren geführt. Die Isländer trugen die kleinen und großen Gäste geduldig über die Feldwege, während die Reiter sich entspannen und das schöne Wetter genießen konnten.

Ganz wichtig: Der Helm darf beim Reiten auf keinen Fall fehlen. Foto: ZVA/Caroline Niehus

Für Bettina Schmidt war es das erste Mal seit über 30 Jahren, dass sie wieder auf einem Pferd gesessen hat. „Es ist ein bisschen wie mit dem Fahrradfahren, man gewöhnt sich ganz schnell wieder dran“, erzählt sie. Verlernen könne man das Reiten also nicht. „Das Gefühl, wieder auf dem Pferd zu sitzen, ist schon was Tolles“, findet sie. Ihr Fazit lautete deshalb einfach: „Schön war’s!“

Eine weitere Teilnehmerin hingegen saß beim Isi-Hof das erste Mal in ihrem Leben auf einem Pferd. Und wie hat es geklappt? „Zuerst war es wie auf einem Wackelpudding, aber mit der Zeit wurde es besser“, berichtet sie lachend. Sie sei zwar ein bisschen vorsichtiger gewesen, da sie sich selbst nicht so sicher gefühlt habe. Aber sie habe versucht, das Tier ein bisschen kennenzulernen. „Da muss man sich drauf einlassen, es ist ja kein Fahrrad“, sagte sie, „das Pferd hat ja seinen eigenen Willen.“

Malik Öztürk hatte in der Reithalle ersten Kontakt mit Blesi. Foto: ZVA/Caroline Niehus

Nach rund drei Stunden ging die spannende Erfahrung auf dem Isi-Hof zu Ende. Zwischendurch hatten sich alle bereits mit selbstgebackenem Kuchen und Getränken gestärkt. Zum Abschied erzählte Gartzen noch von den geführten Ausritten, die der Hof anbietet. „Wir sind ja ein reiner Freizeitreiter-Hof und die gemeinsamen Ausritte machen wirklich Spaß.“ Zwischen einer Stunde und mehreren Tagen sei alles möglich. Auch Reitunterricht wird auf dem Hof gegeben. Und vielleicht sehen die Mitarbeiter den ein oder anderen Teilnehmer bald schon wieder.

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