Eschweiler: Auf dem Drahtesel hinauf nach Mariawald

Eschweiler: Auf dem Drahtesel hinauf nach Mariawald

Ins Wasser gefallen ist sie nicht, die Radwallfahrt der Heimbachbruderschaft St. Michael. Seit 1998 sind die Pedal-Pilger Jahr für Jahr unterwegs. Von ergiebigen Regengüssen, wie sie dieses Mal die Radler immer wieder die Regencapes aus den Taschen kramen ließ, lässt sich die die Gruppe nicht aufhalten.

Allerdings fiel durch die starken Schauern im Rurtal die Verabredung mit Pastor Hans Donks in der Salvatorkirche in Heimbach ins Wasser. Der einzige „Reinfall” an einem ansonsten gelungenen Radwallfahrttag.

Dabei hatte alles prima begonnen mit angenehmem Radelwetter, dass die Radwallfahrer von Eschweiler über Birgel bis Kallerbend im Rurtal treu blieb. An den Pausenstationen wurde gebetet, gesungen und das Meditationsthema „Maria, Mutter der Glaubenden” verfolgt. Es begann bezeichnenderweise mit der Aussage „Ich weiß, wem ich glaube” aus 2 Tim 1,12 und nahm so anscheinend Bezug zu der großen Glaubens- und Vertrauenskrise auf dem Finanzsektor.

Tatsächlich sollte das Jahresmotto die Pilger zu denken geben, nicht blind und unverantwortlich zu spekulieren. Dabei beglaubigen sie mit den Füßen die Glaubwürdigkeit des Glaubens. Sie investieren Zeit und Lebenskraft, Phantasie und Energie und Gott genießt in Mund, Herz und Beinen der Pilger einen Vertrauensvorschuss.

Die meisten Teilnehmer waren dabei sozusagen „Alte Hasen”, aber auch neue Interessenten gesellten sich dazu. Es sei nicht unerwähnt, dass zwar alle ihr Ziel erreichten, aber doch zugeben mussten, dass es keine gemütliche Ausfahrt ist.

Trotz der zeitlichen Verzögerungen, auch bedingt durch einige Schiebestrecken beim leichten Auf und Ab durchs Rurtal bis Heimbach, wollte die Gruppe doch nicht auf den Aufstieg nach Mariawald verzichten, wo wie immer die berühmte Erbsensuppe zur Stärkung lockte. Schon jetzt freuen sich die Teilnehmer auf die nächste Radwallfahrt im kommenden Jahr.

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