Eschweiler-Dürwiß: Auch die Polizeitaucher sehen im Blausteinsee keine zwei Meter weit

Eschweiler-Dürwiß: Auch die Polizeitaucher sehen im Blausteinsee keine zwei Meter weit

Die Polizei ist am Blausteinsee angerückt. Aber keine Sorge: In diesem Fall handelte es sich lediglich um eine Übung. Eine der drei NRW-Tauchergruppen der Polizei hat im See einige Übungen absolviert und dabei festgestellt, dass die Sicht im Vergleich zur vorigen Übung deutlich schlechter geworden ist.

In Nordrhein-Westfalen gibt es drei Tauchergruppen. Eine in Bochum, eine in Wuppertal und eine in Köln. Die Kölner Gruppe war nun für eine Übung nach Eschweiler gekommen. Diese Übungen finden immer in wechselnden Seen statt. Vor drei Jahren waren die Polizeitaucher letztmals am Blau-steinsee. Damals wurde ein Taucher vermisst.

„Der See sieht braun aus“

Damit die Taucher sich in Ernstfällen wie diesem an den Seen auskennen, wird immer wieder dort geübt und geschaut, ob es Veränderungen gibt. Und die gab es jetzt in der Tat. So sei die Sicht bei der vorigen Übung, die allerdings vor vielen Jahren stattfand, sehr gut gewesen.

Jetzt berichteten die Taucher, dass sie keine zwei Meter weit schauen konnten. Woran das liegt? Gute Frage! Experten diskutieren seit einiger Zeit darüber. Oberkommissar und Tauchergruppenführer Günter Bensch war bei der Anfahrt zum See jedenfalls schon aufgefallen, „,dass der See braun aussieht“.

Dennoch biete der Blausteinsee gute Bedingungen, sagte Günter Bensch. Der See ist nämlich tiefer als viele andere Gewässer in Nordrhein-Westfalen. Bis auf über 40 Meter kann in Dürwiß getaucht werden und damit tiefer, als andernorts. Dieses Mal tauchten die Beamten auf 20 bis 25 Meter. Zudem gibt es im Blausteinsee verschiedene Plattformen, etwa mit einem Lkw-Führerhaus.

(tob)
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