Eschweiler: Andreas Deutz tut die Landluft sichtlich gut

Eschweiler: Andreas Deutz tut die Landluft sichtlich gut

Es herrscht Nachmittagsruhe im großen Kuhstall. Andreas Deutz stapft mit Stiefeln und Arbeitshose durch die Reihe. Sein Chef Erich Dohmen ist Landwirt in Mausbach, und froh, seit Dezember vergangenen Jahres mit Andreas Deutz einen jungen Mann auf dem Hof zu haben, der mit anpacken kann.

Dass Andreas Deutz ein Mensch mit geistiger Behinderung ist, spielt für Erich Dohmen überhaupt keine Rolle.

„Natürlich war es für Herrn Dohmen Neuland und es stellte sich für ihn die Frage: „Welche Verpflichtung gehe ich da ein?”, weiß Wolfgang Wiesen. Der Bereichsleiter der betriebsintegrierten Außenarbeitsplätze steht an diesem sonnigen Nachmittag gemeinsam mit Fredi Gärtner, dem Leiter des Sozialen Dienstes und der Beruflichen Bildung der Caritas-Behindertenwerk GmbH auf dem Hof des Mausbacher Landwirtschaftsbetriebs Erich Dohmen und freut sich.

Zusammen wurden die Möglichkeiten eines sogenannten betriebsintegrierten Arbeitsplatzes ausgelotet. Das heißt: Deutz ist weiterhin Mitarbeiter des Caritas-Behindertenwerks, allerdings nicht mehr in den eigenen Werkstätten tätig. Er wird von der Caritas betreut, einen Teil der Finanzierung übernimmt der Landwirt.

„Es ist tragbar”, sagt der nach einigen Monaten rundum zufrieden und stellt seinem fleißigen Helfer sogleich einen „Blankoscheck” aus: „Solange ich das mache”, zeigt Dohmen auf den Hof, „kann Andreas hier weiterarbeiten.” Da blickt Fredi Gärtner zufrieden drein. „Eine Win-Win-Situation für alle”, bezeichnet er dieses Paradebeispiel für die Integration behinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt.

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