Eschweiler: An Tagebau und Kraftwerk ertönen die Streiksirenen

Eschweiler: An Tagebau und Kraftwerk ertönen die Streiksirenen

Am Mittwochmorgen herrscht Premierenstimmung. Allerdings nicht nur wegen der eisigen Temperaturen eine frostige: Erstmals in der Geschichte des Konzerns gehen die RWE-Mitarbeiter um 5 Uhr auf die Straße, um ihrer Forderung nach mehr Gehalt Nachdruck zu verleihen.

Sowohl der Tagebau Inden als auch das Kraftwerk Weisweiler mit insgesamt 1500 Mitarbeitern sind davon betroffen. Bis 8 Uhr sind verschiedene Aktionen geplant.

Die Tarifparteien trennt noch einiges. Die Gewerkschaften waren wegen des guten Betriebsergebnisses 2009 und der sehr guten Prognosen für das laufende Jahr mit einer Forderung von 6,5 Prozent in die Verhandlungen gegangen. Die Arbeitgeber boten zum Schluss drei Prozent. Die Tatsache, dass dem Vorstand der RWE Power AG eine Gehaltserhöhung von 8,6 Prozent genehmigt wurde, wertet Herbert Braun, Streikleiter im Tagebau Inden, als „arrogante Vorgehensweise sowie einseitige Verteilung der Unternehmensgewinne der Arbeitgeber”. Dies habe das Fass zum Überlaufen gebracht. Die letzte Verhandlungsrunde endete am 2. Dezember.

Heute Morgen wird auch Eschweilers Bürgermeister Rudi Bertram am Tagebau vor Ort sein. Der Verwaltungschef gehört dem Aufsichtsrat der RWE Power AG an.

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