Amazon Logistics Verteilzentrum neu an der Alten Rodung in Eschweiler

Online-Riesen zieht es in die Indestadt : Amazon eröffnet Verteilzentrum in Eschweiler

Der Onlinehandel rückt ein ganzes Stück näher an die Indestadt heran: Der Branchen-Gigant Amazon (647.500 Mitarbeiter weltweit, Jahresumsatz 233 Milliarden US-Dollar) eröffnet in Eschweiler ein neues Verteilzentrum – das zwölfte in Deutschland.

An der Alten Rodung sollen auf 1520 Quadratmetern rund 40 neue Arbeitsplätze entstehen. Dabei will der Versandhändler, der in einigen Regionen eine Lieferung noch am Bestelltag anbietet, mit zwei unabhängigen Lieferpartnern zusammenarbeiten, um schnelle und zuverlässige Paketzustellungen anzubieten. „Amazon Logistics bietet lokalen Lieferpartnern die Möglichkeit, mit Amazon zu wachsen. Sie bringen zusätzliche Kapazität und Flexibilität für die letzte Meile“, erklärt das Unternehmen.

Pakete werden von Amazons Logistik- und Sortierzentren beim Verteilzentrum angeliefert und dort von den Lieferpartnern abgeholt und an die Kunden zugestellt. Für die Auslieferung der Pakete an die Kunden in der Region Aachen werden bei den Lieferpartnern mehr als 65 Fahrer zuständig sein. „Wir freuen uns, ein Verteilzentrum in Eschweiler zu eröffnen, wo Amazon basierend auf über 20 Jahre langer operativer Expertise, technologischem Fortschritt und Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur, eine schnellere Lieferung für die Kunden ermöglicht“, sagt Bernd Gschaider, Direktor Amazon Logistics in Deutschland.

In Deutschland betreibt Amazon bislang elf Logistikzentren – in Graben bei Augsburg, Bad Hersfeld (zwei Logistikzentren), Leipzig, Rheinberg, Werne, Pforzheim, Koblenz, Brieselang, Dortmund und Winsen. Darüber hinaus gibt es Verteilzentren in Olching bei München, Berlin, Mannheim, Köln, Düsseldorf, Bochum und Raunheim. Prime Now-Stationen befinden sich in Berlin und München sowie ein AmazonFresh Depot in Potsdam. Über 12.000 festangestellte Vollzeitmitarbeiter sorgen in diesen Zentren dafür, dass die Bestellungen pünktlich bei den Kunden ankommen. 2017 hat Amazon in den deutschen Logistikzentren über 700 unbefristete Stellen geschaffen.

In Berlin, Dresden, Tübingen und Aachen betreibt der Konzern zudem Forschungs- und Entwicklungszentren, die – so betont das Unternehmen – an neuesten Technologien arbeiten, in regem Austausch mit Wissenschaftseinrichtungen stehen und eng mit der Start-up-Szene vernetzt sind.

Die Amazon-Zweigstelle in Aachen fokussiert sich dabei auf die Entwicklung von Technologien für den Sprachassistenten Alexa, der Amazon-Geräte wie Echo oder Fire TV smart macht. Die Mitarbeiter des Entwicklungszentrums arbeiten vor allem in den Bereichen Spracherkennung (ASR) und Verstehen natürlicher Sprache (NLU).

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