Eschweiler: Alemannia Mariadorf gewinnt den 16. Blausteinsee-Cup

Eschweiler: Alemannia Mariadorf gewinnt den 16. Blausteinsee-Cup

Als Thomas Weitz, Torhüter und Mannschaftskapitän von Alemannia Mariadorf den Siegerpokal in den Lohner Himmel stemmte, war ein fleißiger Helfer nicht weit. Aber wie es bei ihm fast immer ist, stand er auch gestern wieder im Hintergrund. Das Rampenlicht ist eben nicht seine Sache.

Rainer Trimborn ist ein Lohner Urgestein, hilft immer da, wo es gerade nötig ist. Auch beim 16. Blausteinsee-Cup, der gestern zu Ende ging, war er wieder einer der vielen Helfer, die unzählige Stunden im Einsatz waren.

Vor allem dank der vielen Helfer konnte gestern Alemannia Mariadorf über den Titel jubeln und sich erstmals in die Siegerliste eintragen. Gegen Ligakonkurrent Germania Dürwiß gelang ein 2:1 (1:1). Das gut besuchte Endspiel war arm an Torraumszenen. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitestgehend im Mittelfeld, Mariadorf war stets einen Tick gefährlicher.

So fiel auch das Fazit von Germanias Co-Trainer Manfred Moers nach Spielende wenig überraschend aus. „Wir haben verdient verloren”, sagte er, und dem ist im Grunde wenig hinzuzufügen. Mariadorf erwischte den besseren Start. So war es folgerichtig, dass in der 19. Minute das 1:0 für Mariadorf fiel.

Fabian Benzelrath schloss eine schöne Kombination sehenswert ab. Die junge Germanen-Mannschaft bäumte sich auf und kam einige Male gefährlich vors Tor. Ein Treffer aus dem Spiel heraus wollte jedoch nicht gelingen. In der 29. Minute zeigte dann Schiedsrichter Torsten Sommer auf den Punkt. Germanen-Stürmer Falco Schmidt war gefoult worden, Martin Kroll verwandelte souverän.

In der zweiten Hälfte war Mariadorf klar die bessere Mannschaft. Glasklare Torchancen gab es zunächst kaum, bis nach einer Ecke die Dürwisser Abwehr so gerade noch auf der Linie klären konnte. Die Zuschauer spürten, dass die Alemannia nah am Führungstreffer war. Dürwiß kam nur noch einmal gefährlich vors Tor, Martin Kroll konnte aber im letzten Moment geblockt werden. Als sich der eine oder andere schon mit dem Elfmeterschießen angefreundet hatte, schlug Mariadorf zu. Fabian Benzelrath lief nach einem Traumpass alleine aufs Tor zu und erzielte den Siegtreffer (80.).

Ob Rainer Trimborn selbst einmal beim Blausteinsee-Cup mitgespielt hat, weiß er selbst gar nicht so genau. Gleich zu Beginn könnte das gewesen sein, meint er. 2011 half er letztmals als Spieler aus, aber nicht bei diesem Turnier.

Bereits seit 1971 ist der 48-Jährige Mitglied der Lohner Rhenania. Sein Vater hat den Verein als langjähriger Vorsitzender mitgeprägt. 1992 verstarb Vater Peter Trimborn, Hans Krahe übernahm seinen Posten. „Der Verein war sein Ein und Alles”, sagt Rainer Trimborn über seinen Vater. Und dieses Rhenania-Lohn-Gen hat auch Rainer Trimborn mitbekommen. Einen anderen Verein kann er sich nicht vorstellen.

Seit 1995 ist auch Rainer Trimborn im Vorstand. Als Beisitzer. Aber er hilft auch an anderer Stelle aus. Gab es mal keinen Obmann, sprang Rainer Trimborn ein. „Als ich damals noch gespielt habe, ging ich danach schnell duschen, dann an den Zapf zum Helfen”, sagt er und lässt es klingen, als sei es das normalste der Welt. Der ehemalige Mittelfeldspieler schaut sich (natürlich) auch heute gerne Amateurspiele an. Etwa die der Lohner Rhenania, die in diesem Jahr im Halbfinale scheiterte.

Und Rainer Trimborn wird auch im nächsten Jahr wieder unauffällig im Hintergrund für „seine” Rhenania arbeiten. Der 17. Blau-steinsee-Cup wird auch dank der fleißigen Helfer wie ihm wieder reibungslos ablaufen.

Die Halbfinalspiele im Überblick

Am Samstag standen die Halbfinalpartien des 16. Blausteinsee-Cups auf dem Programm.

Alemannia Mariadorf - JSV Baesweiler 4:3 (2:2): 0:1 Sebastian Scheumert (10. Minute), 1:1 Kay Vonderbank (12., Foulelfmeter), 2:1 Peter Szczyrba (16.), 2:2 Kubilay Gül (36.), 3:2 Fabian Benzelrath (60.), 3:3 Damir Stulanovic (80.), 4:3 Peter Szczyrba (82.).

Rhenania Lohn - FC Germania Dürwiß 1:5 (1:2): 1:0 Norman Elkenhans (3.), 1:1 Martin Kroll (8., Foulelfmeter), 1:2 Tugay Temel (13.), 1:3 Saman Jalili (55.), 1:4 Saman Jalili (66.), 1:5 Ali Makhi (85.), Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für Thomas Offermann von Rhenania Lohn (88.).