Alegro und Zeelink: Bauarbeiten für Trassen in Eschweiler

Alegro und Zeelink : Wer buddelt wo in Eschweiler?

An vielen Stellen wird für die Ferngasleitung Zeelink und die Stromleitung Alegro gebuddelt. Viele Bürger haben bereits die großen Rohre bemerkt. Nur: Wer betreibt welche Baustelle? Und bis wann?

Entlang der A4, der Rue de Wattrelos in Richtung Alsdorf und vor allem in Röhe wird seit einiger Zeit eine Menge Erde bewegt. Über viele Kilometer werden unterschiedliche, aber jeweils immense Trassen gelegt: eine Ferngas- und eine Stromleitung – Eschweiler liegt auf ihren unterirdischen Wegen.

Zeelink ist der Name der Gasleitung, sie führt über 216 Kilometer von der belgisch-deutschen Grenze bei Aachen-Lichtenbusch bis Sankt Hubert bei Krefeld und weiter nach Legden bei Ahaus. Die Stromleitung heißt Alegro und führt von der Gemeinde Niederzier im Kreis Düren über 90 Kilometer bis ins belgische Lixhe.

Foto: grafik

Welche Baustelle zu welchem Großprojekt gehört, soll die nebenstehende Karte erläutern. Wie weit die Bauarbeiten sind, und was derzeit gemacht wird, sollen die folgenden Passagen erklären.

Alegro: Von insgesamt 38 Bauabschnitten der zuständigen Firma Amprion liegen die Stationen 14 bis 25 auf Eschweiler Gebiet. Auf Anfrage teilte die Amprion-Sprecherin Joelle Bouillon nun mit, dass rund 50 Prozent der Kabelschutzrohranlage in Eschweiler fertig gebaut sind. „Wir gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr in Eschweiler auf 90 Prozent fertiggestellte Kabelschutzrohranlage kommen.“

Voraussichtlich im Frühjahr 2020 wird dann Röhe gequert – danach wären die reinen Bauarbeiten abgeschlossen. Vermutlich Ende dieses Monats werden die ersten Kabel westlich von Röhe durch die Rohre gelegt. Dieser Stadtteil hat eine Besonderheit: Dort verläuft ein Alegro-Tunnel, größtenteils werden die Rohre nur knapp unter der Oberfläche verlegt.

Zeelink: So weit wie die Alegro-Trasse sind die Arbeiten an der Ferngasleitung auf Eschweiler Gebiet noch nicht vorangeschritten. Derzeit werde nur der Oberboden abgetragen sowie Baustraßen und deren Zufahrten angelegt, wie der zuständige Sprecher Helmut Roloff erklärt. Das Lager für sämtliche Rohre liegt an der Alsdorfer Straße, rund einen Kilometer östlich von Hehlrath. Dort liegen bereits Bauteile, in den kommenden Wochen werden weitere Ausfuhren erwartet.

Auf Stolberger Gebiet tangieren beide Trassen nur den Stadtteil Atsch bei Gut Schwarzenbruch.

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