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Aktion „Wunschzettel“ startet in Eschweiler

Weihnachtsaktion : Aktion „Wunschzettel“ startet

Senioren ein Lächeln ins Gesicht zaubern: Die Weihnachtsaktion „Wunschzettel“ unserer Zeitung steht in den Startlöchern.

Wenn im vertrauten Familienkreis plötzlich der Betreuungsfall eintritt, ist der Schock beim Betroffenen und den Angehörigen groß. Von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr wie es war. Oft muss man schweren Herzens die Entscheidung treffen, Mutter oder Vater in einer Senioreneinrichtung unterzubringen. Für die Angehörigen ist dann nicht nur die psychische, sondern auch die organisatorische und finanzielle Herausforderung groß.

In Eschweiler gibt es sieben größere Seniorenheime. Eines davon ist das Itertal-Seniorenzentrum Weisweiler an der Lindenallee 15-17, das rund 80 älteren und kranken Menschen Raum für einen wohl umsorgten Lebensabend bietet.

In diesem Jahr ist die Einrichtung erstmals Partner unserer traditionellen Weihnachtsaktion „Wunschzettel“, die in Eschweiler seit 36 Jahren Tradition hat. Mit unserer Aktion möchten wir mit Hilfe unserer Leser den Bewohnern eine Freude bereiten, ob bedürftig oder nicht. Besonders ältere Menschen, die niemanden mehr haben, denken gerade in der Vorweihnachtszeit schweren Herzens an die vertrauten Zeiten im geborgenen Kreis der Familie zurück. Um den Senioren das Herz ein wenig zu erwärmen, bitten wir wieder, tatkräftig mitzuhelfen.

80 Einzelzimmer

Derzeit leben 68 Menschen in der Weisweiler Einrichtung. Insgesamt verfügt das Haus in der stationären Pflege über 80 komfortable Einzelzimmer mit eigenen barrierefreien Bädern. Des Weiteren bietet das Seniorenzentrum 54 moderne, seniorengerechte Wohnungen (zwischen 45 und 81 Quadratmetern) im „betreuten Wohnen“ an. Hier leben aktuell 32 Bewohner, die den Service der Einrichtung mit nutzen können. Die Tagespflege mit 15 Plätzen vervollständigt das Angebot.

 „Unser Haus, das im März 2019 erstmals seine Türen öffnete, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensqualität unserer Bewohner in den Mittelpunkt zu stellen“, versichert Henderik Boonstra, Leiter der Einrichtung in Weisweiler. „Mit unserem Leitspruch ‚Unsere Arbeit ist Hilfe zur Selbsthilfe’ – getreu dem Motto: ‚So viel Selbständigkeit wie möglich, so viel Hilfe wie nötig“ – fördern wir stets die Erhaltung der Eigenständigkeit und Mobilität unserer Bewohner. Wir möchten, dass sich unsere Bewohner wirklich zu Hause und mit Herz versorgt fühlen!“

Eine der wichtigsten Aufgaben sei es, so Boonstra weiter, die Aktivierung und Mobilität individuell zu fördern. „Auch unsere Angebote des Sozialen Dienstes sind stets an die Bedürfnisse unserer Bewohner angepasst.“

Frisch und vitaminreich gekocht

Für das leibliche Wohl der Bewohner sorgt die hauseigene Küche: „Bei uns wird täglich frisch und vitaminreich gekocht“, unterstreicht Boonstra. „Die Gerichte stimmt der Küchenchef mit dem Heimbeirat ab, so dass auch immer wieder individuelle Wünsche der Bewohner berücksichtigt werden.“ In der Cafeteria des Hauses können Bewohner, Angehörige und Menschen aus der Nachbarschaft normalerweise Kaffee und Kuchen genießen. Aufgrund der aktuellen Corona-Schutzverordnung hat die Cafeteria aber derzeit geschlossen.

„Das Miteinander im Haus wird durch eine gute Quartiersarbeit gefördert. Der Innenhof unserer Einrichtung soll als Ort der Begegnung dienen und eine Brücke zum Leben im Ort schlagen“, hofft der Heimleiter weiter auf gute Kontakte zu den Weisweiler Vereinen und Institutionen. „Erst jetzt zum Nikolaustag haben uns die Weisweiler Schützen besucht und den Senioren eine süße Überraschung gebracht!“

Leider sind die Freizeitangebote während der Coronavirus-Pandemie eingeschränkt. „Dennoch versuchen wir unseren Senioren statt der herkömmlichen Angebote verschiedene Alternativen zu bieten“, erklärt Boonstra. „So wird der ökumenische Gottesdienst nun auf dem Vorplatz im Freien gefeiert. Und natürlich finden auch Betreuungsangebote unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen statt. So wird zum Beispiel gebacken, vorgelesen, Kaffee getrunken und Gymnastik gemacht.“