Adventsfeier des Lions-Clubs Eschweiler-Stolberg

Adventsfeier des Lions-Clubs Eschweiler-Stolberg : Leuchtende Augen im Haus Flatten

„We serve“ lautet das Motto weltweit. Nicht nur global, sondern auch lokal machen es sich die Lions-Clubs zur Aufgabe, sich für jene zu engagieren, denen es nicht so gut geht.

So bereitet der Lions-Club Eschweiler-Stolberg seit nunmehr 16 Jahren mit seiner Adventsfeier den Kindern und Erwachsenen einen geselligen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen, Unterhaltung und Geschenken.

Seit rund 100 Jahren gibt es die Organisation Lions-Clubs International (LCI), die weltweite Vereinigung freier Menschen, die sich in freundschaftlicher Verbundenheit bereit erklärt, sich uneigennützig den gesellschaftlichen Problemen der Zeit zu stellen. Mit heute 1,4 Millionen Mitgliedern weltweit ist LCI eine der größten Nichtregierungsorganisationen. In Deutschland wurde der erste Ableger 1951 gegründet, 1960 wurde der Lions-Club Eschweiler-Stolberg ins Leben gerufen.

Dieser bemüht sich neben den Ascvilaren, in der Indestadt etwas zurückzugeben und Menschen aus sozial schwachen Verhältnissen zu helfen. Dr. Frank Schlegel, Club-Präsident, freute sich am Dienstagnachmittag über zahlreiche Kunden der Eschweiler Tafel, die den Weg in das Haus Flatten gefunden hatten, um vorweihnachtlich zu feiern. Schlegel dankte nicht nur der Gaststätte, die zu der Adventsfeier seit jeher ebenfalls herzlich willkommen heißt. Dankbar zeigte er sich auch über die wiederholte Zusammenarbeit mit der Tafel unter Leitung von Karin Schmaling. Letztere gab die Anerkennung ohne Einschränkung zurück, denn das Fest sei für alle Beteiligten immer ein tolles Erlebnis.

Die Freude war somit auch bei den Gästen zu spüren. Nach musikalischen Darbietungen von Willtrud Frenken am Saxofon und Keyboard, sorgten auch Schlegel an der Gitarre und seine Tochter Kimberley mit Gesang zu „Halleluja“ für besinnliche Stimmung inklusive Gänsehaut-Momente.

Anschließend folgte die Bescherung, vor allem die Kleinsten freuten sich über die Geschenketüten, zudem bekam jedes Kind ein Buch, das seinem Alter entsprechend ausgesucht war. Aber auch die Erwachsenen waren von den Präsenten angetan, die ihnen überreicht wurden.

Dass Geschenke, Kaffee und Kuchen, der Genuss von Musik und einer Weihnachtsgeschichte, aber vor allem das gesellige Miteinander keine Selbstverständlichkeit ist, weiß eine Besucherin zu berichten. Sie verlor einst Familie und Job, rutschte in Hartz IV. Die diesjährige Adventsfeier war nicht die erste, die sie besuchte. Doch freute sie sich auch dieses Mal über die Herzlichkeit, die bei dem Fest aufkam: „Hier wird man als Mensch akzeptiert und man kommt in Kontakt mit den anderen, was im normalen Alltag nicht unbedingt der Fall ist.“ Marlene ist zögerlich, stellt dann aber fest, dass die Adventsfeier einer der Momente ist, durch die man eine Wertschätzung erfährt.

(mah)
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