Eschweiler: Acht Verletzte bei Bränden in Eschweiler

Eschweiler: Acht Verletzte bei Bränden in Eschweiler

Über eine halbe Million Euro Sachschaden und acht Verletzte - so lautet die Bilanz zweier Brände, die am Dienstagmorgen die Feuerwehr in Atem hielten. Zunächst war gegen 7 Uhr ein Gerät im ESW-Röhrenwerk in Brand geraten, zweieinhalb Stunden später stand ein Anbau eines Wohnhauses am Konkordiaweg in Flammen. Über 60 Feuerwehrleute waren im Einsatz und verhinderten Schlimmeres.

Vermutlich bei Schweißarbeiten war im Röhrenwerk eine Maschine in Brand geraten, die Rohre vor dem Transport versiegelt, um sie vor Korrosion zu schützen. Dabei kommt nach Auskunft der Feuerwehr auch Alkohol und Öl zum Einsatz. Arbeiter versuchten zunächst selbst, die Flammen zu löschen, scheiterten jedoch dabei. Als die Feuerwehr eintraf, war die gesamte Halle im Eschweiler Stadtteil Aue verraucht. Etwa 30 Minuten benötigten die 60 Retter, um die Lage in Griff zu bekommen. Parallel zu den Löscharbeiten mussten auch noch die Träger und Schienen der Lastenkrane gekühlt werden.Fünf Mitarbeiter des Werkes mussten mit Rauchvergiftung ins Eschweiler Krankenhaus gebracht werden. Neben der Hauptwache waren die Freiwilligen der Löschzüge Weisweiler, Röhe, Bohl und Stadtmitte im Einsatz.

In einer Lagerhalle des ESW-Röhrenwerks in Eschweiler ist am Dienstagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Dabei kam es zu einer starken Rauchentwicklung. Fünf Menschen wurden verletzt. Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle. Foto: Ralf Roeger

Während des Vorfalls ruhte natürlich die Arbeit in den Hallen in Aue. Die Folgen des Feuers im ESW-Röhrenwerk werden den Produktionsablauf aber noch länger stören. Die Statik der Halle muss nach dem Feuer überprüft werden, die Lastkräne dürfen derzeit nicht vollständig genutzt werden, bis feststeht, ob die Metallträger den Belastungen nach der Hitze noch standhalten. Polizei und Arbeitsschutz ermitteln die genaue Brandursache.

Glück im Unglück hatten gegen 9.30 Uhr eine 57-jährige Frau und ein 69-jähriger Mann am Konkordiaweg. Dort stand ein Anbau in Brand, der auf das nebenstehende Gebäude des Paares übergriff. Die beiden versuchten ebenfalls, der Flammen Herr zu werden und verletzten sich dabei. Sie mussten mit leichten Verbrennungen und einer Rauchvergiftung ins Hospital. Der Konkordiaweg liegt nur etwa 100 Meter von der Hauptwache entfernt. Als wir ausrückten, sahen wir schon den schwarzen Rauch, berichtete Wachleiter Axel Johnen. Etwa 40 Rettungsleute bekämpften die Flammen. Der Anbau brannte zwar vollständig aus, aber die Nachbarhäuser wurden erfolgreich geschützt. Auch dort unterstützten die Löschzüge Bohl, Röhe, Weisweiler und Stadtmitte die hauptamtlichen Retter der Hauptwache.

Bis Dienstagabend stand die Ursache des Feuers noch nicht fest. Die 63-jährige Bewohnerin des betroffenen Hauses erlitt einen Schock und musste ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Mit dem Ergebnis wird in den nächsten Tagen gerechnet.

(rb)