Eschweiler: Absage: Kein Fördergeld für Weisweiler

Eschweiler: Absage: Kein Fördergeld für Weisweiler

So viele gute Ideen für Weisweiler - aber kein Geld. Für die Umgestaltung des Stadtteils Weisweiler wird es keine Zuschüsse aus dem großen Topf der Städtebauförderung geben. Das gab Baudezernent Hermann Gödde am Donnerstagabend im Planungsausschuss des Stadtrats bekannt.

Die Stadtverwaltung werde natürlich versuchen, Möglichkeiten zu finden, um doch „die eine oder andere Maßnahme umzusetzen”, so Gödde. Dazu werde man nach anderen Fördertöpfen suchen. „Nur aus dem Paket, über das wir bisher diskutiert haben, werden wir nicht gefördert. Da ist eine klare Aussage gekommen.”

Intensive Diskussionen

Die Neugestaltung von Weisweiler ist seit Oktober des vorigen Jahres intensiv von den Weisweiler Bürgern, von Planern und den Kommunalpolitikern diskutiert worden. Intensiv an der Planung beteiligt waren Studenten des Masterstudiengangs „Städtebau NRW” der Universität Siegen unter der Leitung der Professorin Hildegard Schröteler-von Brandt. In einer „Bürgerwerkstatt” wurden Ideen von Weisweiler Bürgern gesammelt. Diese Ideen wie zum Beispiel der Wunsch nach einem lebendigen Marktplatz, der Wunsch nach weniger Lkw-Verkehr im Ort und auch die Anregung, eine Fußgängerbrücke nach Hücheln zu bauen, wurden dann zu einem Katalog städtebaulicher Vorschläge verdichtet.

Dieses „Weisweiler der Zukunft” wurde im Februar in einer Bürgerversammlung in Weisweiler vorgestellt. Unter den Vorschlägen, die viel Beifall fanden, waren unter anderen: Verlagerung der Tankstelle, um den Platz dort für einen Vollsortiment-Supermarkt zu nutzen, Jugendtreff an der alten Feuerwache, seniorengerechte Wohnungen und ein großer Kreisverkehr neben dem Haltepunkt der Euregiobahn anstatt der jetzigen großen Kreuzung.

Alle diese Vorschläge aus dem Studienprojekt „Weisweiler im Wandel” wurden schließlich programmatisch zu vier Konzepten zusammengefasst und am 24. Mai dieses Jahres den Weisweiler Bürgern und den Mitgliedern des Planungs-, Umwelt- und Bauausschusses vorgestellt. In diesen Konzepten ging es zum Beispiel darum, die Achse Hauptstraße/Lindenallee mit drei lebendigen Plätzen (Frankenplatz, Lindenplatz an der Feuerwache, Indeplatz am Bahnhof) zu einem funktionierenden Ortsmittelpunkt zu machen.

Folgen sollte ein Gesamtkonzept, das als Leitlinie für die Umgestaltung des Ortes innerhalb der nächsten zehn bis zwanzig Jahre dienen sollte.

Durch die Absage, dieses Vorhaben in die Städtebauförderung aufzunehmen, werden in den kommenden Jahren bestenfalls einzelne Teile des Konzeptes verwirklicht werden können.

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