Eschweiler/Aachen: Aachener Koalition macht Weg für Gewerbegebiet frei

Eschweiler/Aachen : Aachener Koalition macht Weg für Gewerbegebiet frei

Nach Eschweiler macht auch die große Koalition in Aachen den Weg frei für das interkommunale Gewerbegebiet beider Städte. Die Aachener Verwaltung soll „ein Konzept für die Entwicklung von interkommunalen Gewerbegebieten“ erarbeiten.

Dabei solle besonders die Aufgabenverteilung zwischen dem Grundstückseigentümer, der Belegenheitskommune und der Bedarfskommune beschrieben und an einem Beispiel konkretisiert werden. Zwar wird in dem von den beiden Aachener Fraktionsvorsitzenden Harald Baal (CDU) und Michael Servos (SPD) unterzeichneten Antrag Eschweiler nicht explizit erwähnt, allerdings sind hinter den Kulissen die Gespräche zwischen den Verwaltungen weiter fortgeschritten.

Das geplante Aachen-Eschweiler Gewerbegebiet hat in der vergangenen Ratssitzung in Eschweiler für Diskussionen gesorgt. Ausgerechnet die Städteregion, zur Durchsetzung gemeinsamer Projekte ins Leben gerufen, habe die Lage der noch landwirtschaftlichen Flächen, die künftig Aachener Firmen auf Eschweiler Territorium beherbergen sollen, öffentlich verkündet, hieß es. Bürgermeister Rudi Bertram reagierte nach eigener Aussage „entsetzt“. Bei einer Veranstaltung unserer Zeitung zum Thema Gewerbeflächen hatte IHK-Geschäftsführer Dr. Lothar Mahnke die Indiskretionen wiederholt.

Dabei herrscht grundsätzliche Einigkeit: Ein grenzüberschreitendes Gewerbegebiet sei die „einzige Möglichkeit“, den Bedarf in der Region angesichts fehlender Flächen in der Stadt Aachen zu decken. Aktuell wird der Regionalplan entwickelt. Schon früh zeichnete sich ab, dass der geschätzte Bedarf der Stadt Aachen für Gewerbeflächen nicht im Stadtgebiet nachgewiesen werden kann. Andere Kommunen in der Städteregion Aachen stehen vor dem gleichen Dilemma. Eschweiler hingegen nicht und hat ausreichend Flächen zur Verfügung.

Die große Koalitition in Aachen hat die Hintergründe in dem Antrag klar herausgestellt: „Das Ziel ist es dabei, die Ansiedlung von Unternehmen in der Region und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu sichern.“ Das Konzept soll darstellen, wie die Aufgabenverteilung unter den Partnern angedacht sei. Dabe gehe es um folgende Positionen: Entwicklungskosten, Veräußerungserlöse sowie Erschließungskosten und -beiträge. Die Gewerbesteuereinnahmen erzielt allein die Belegkommune.

(pan)