Eschweiler: 50-jähriger Traum in Rot hat die Stoßstange vorn

Eschweiler: 50-jähriger Traum in Rot hat die Stoßstange vorn

Das Siegerteam kommt aus Eschweiler: Karl Cosler (Fahrer) und Bernhard Lutterbeck vom Automobilclub Eschweiler (ACE) hatten mit ihrem roten MG A (Baujahr 1960) bei der 9. Classictour des Automobilclubs Eschweiler die Nase vorn.

96 Teams aus der näheren und weiteren Umgebung hatten sich am Samstag mit ihren historischen Schätzchen an der Start-und Ziellinie an der Uferstraße auf die rund 200 Kilometer lange Strecke durch die Städteregion Aachen und das benachbarte Belgien begeben. Darunter unter anderem ein BMW 327 Cabrio von 1941, ein Chevrolet 3100 von 1951 und ein Triumph TR2, Baujahr 1955.

Eine landschaftlich wunderschöne Tour, besonders wenn man diese bei strahlendem Sonnenschein und offenem Verdeck genießen kann. Doch das war den Oldtimerfans und den rund 60 fleißigen Helfern nicht vergönnt am Samstag. Immer wieder prasselte Regen vom Himmel. Als Trostpflaster für die Fahrer strich der ACE nach einer Mittagsrast in Champagne zwei Sonderprüfungen. Fahrtleiter Dieter Heinen hatte auch in diesem Jahr wieder eine anspruchsvolle Tour abgesteckt und über ein Dutzend Prüfungen eingebaut.

Da war nicht nur höchste Konzentration und Geschicklichkeit bei den Fahrern gefragt, sondern auch die Beifahrer kamen trotz der eher kühlen Wetterverhältnisse ganz gehörig ins Schwitzen. Bei allem Ernst und Ärger über das miese Wetter stand aber für die meisten Teams der Spaß und die Geselligkeit im Vordergrund. Schon am Freitagabend trafen sich alle Teilnehmer bei Sekt, Bier und Musik in der Fußgängerzone, um bei einem „Boxenstopp” ihre blitzeblank polierten Schätzchen vorzustellen.

Nach der Autoabnahme im Autohaus Zittel am Freitagabend machten sich die Teilnehmer dann am Samstag nach einem ausgiebigen Frühstück in der Aula der Realschule Patternhof (wo auch am Abend die Siegerehrung stattfand) im Minutentakt auf die Piste. Leider war die Zuschauerkulisse am Morgen nur dürftig. Wahrscheinlich hatte das Wetter die Menschen abgeschreckt. Die Senioren des Senotels ließen sich aber nicht vom Regen beeindrucken. In dicke Decken gepackt, hatten sie es sich an der Englerthstraße bequem gemacht und verfolgten aufmerksam die Tour.

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