4. Internationaler Inde-Pokal im Taekwondo

Inde-Pokal im Taekwondo : Eschweiler Kämpfer schaffen’s aufs Podest

450 Sportler aus dem In- und Ausland waren in die Indestadt gekommen. Beim Internationalen Eschweiler Inde-Pokal maßen sich erneut hunderte Begeisterte der Kampfkunst im Taekwondo.

Während die Vollkontakt-Wettkämpfe am Samstag der Olympischen Disziplin folgten, wurde am Sonntag das Formen-Turnier ausgetragen, bei dem die einzelnen Sportler bei den Poomsae die Techniken der Kampfkunst präsentierten.

Herausforderungen kennzeichneten den Weg zum Großturnier bereits im Vorhinein. Der Veranstalter, die TSG Eschweiler, die sich im Taekwondo auch auf Landes- und Bundesebene misst, führte mit eigener Manpower das Wettkampfwochenende durch. „Notwendig sind neben den zahlreichen Helfern unter anderem auch eine professionelle Technik und der Einsatz der vielen Wertungsrichter“, erklärte Andreas Steiner, Cheftrainer und Geschäftsführer der TSG, am Rand des Turniers und ergänzt: „Da kommen schnell fünfstellige Beträge zusammen, die wir ohne die Unterstützung der Sponsoren nicht stemmen könnten. Doch bei den finanziellen Hilfen ist noch Luft nach oben.“

Dass die Sporthalle am Berufskolleg in Eschweiler an ihre Kapazitätsgrenzen kommt, wurde am Samstag deutlich. Für die rund 320 Teilnehmer, ihre Trainer und die Angehörigen war die Location fast schon zu klein. Dichtes Getümmel herrschte bereits in den Morgenstunden. Dies tat jedoch dem sportlichen Wettkampf keinen Abbruch. Die Stimmung war angeheizt, Fans feuerten ihre Sportler an, die sich im Vollkontakt-Kampf maßen.

Nach dem K.O.-System wurden in den verschiedenen Gewichts- und Leistungsklassen die Pokalsieger ermittelt. Gezählt wurden sowohl Treffer, die mit Sensoren an den Fußprotektoren gemessen wurden, als auch die Stürze des Gegners.

Rege beteiligten sich nicht nur die 14 Sportler der TSG Eschweiler, sondern auch Wettkämpfer aus den Niederlanden, Belgien und Luxemburg sowie aus ganz Deutschland. Obwohl der Inde-Pokal als Nachwuchsturnier gilt, nutzten hochklassige Sportler die Gelegenheit, ihre Form vor Meisterschaften und Open-Turnieren zu testen. Entsprechend hoch war das Niveau bereits am ersten Tag und auch, wenn es für die Indestädter bei der Teamwertung nicht für die vordersten Plätze reichte, so freuten sie sich am Ende über den 10. Rang unter 40 Mannschaften. Dreimal Gold, sechsmal Silber und viermal Bronze lautete das Ergebnis bei den Jugendlichen.

Während der Vollkontakt-Wettkampf auch zu den Olympischen Sportarten zählt, wurden am zweiten Tag des Inde-Pokals die sogenannten Poomsae ohne Gegner gelaufen. Bei den simulierten Kämpfen präsentierten die Sportler die Techniken der Kampfkunst je nach Leistungsklasse und Gürtelfarbe, sowohl einzeln, als auch im Duett, von jung bist alt. Ein fünfköpfiges Wertungsgericht begutachtete dabei die Kriterien Technik und Ausführung, Kraft, Übergang von weicher zu härterer Kraft und den Schwierigkeitsgrad. Nur rund 30 Sekunden dauerte jeder Durchgang, den ein Sportler in der Mitte der Matte beginnen und beenden musste.

Die TSG Eschweiler konzentriert sich bei ihrer sportlichen Arbeit auf den Vollkontakt-Kampf und schickte am zweiten Tag keinen ihrer Sportler ins Rennen. Nichtsdestotrotz sieht der Verein bei der Durchführung des Turniers Verbesserungsbedarf. Denn während die Teilnehmerzahlen am Samstag erfreulich stimmten, waren am Sonntag 115 Sportler am Start. Die TSG hofft, dass sich zukünftig mehr Wettkämpfer für Poomsae anmelden. Im Blick hat der Verein die Deutsche Meisterschaft, die bereits im Juni im sächsischen Wilsdruff ausgetragen wird.

(mah)
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