Eschweiler: 25 Jahre Klinik für Hämatologie und Onkologie

Eschweiler: 25 Jahre Klinik für Hämatologie und Onkologie

60 Leute hatte sie eingeladen. Es sollte eine große Sause geben zu ihrem 24. Geburtstag. Doch dann erhielt Lisa die niederschmetternde Diagnose Krebs. Die Fete fiel aus. Ein Tag, der ihr Leben veränderte. Ein Schicksal, das sie nach Eschweiler verschlug.

Genauer gesagt: ins St.-Antonius-Hospital (SAH). Denn die Aachenerin suchte die dortige Klinik für Hämatologie und Onkologie auf. Für sie ein Glücksfall. Die Chance auf ein neues Leben. Wie für so viele andere Patienten, die in den vergangenen 25 Jahren den Kampf gegen den Krebs aufnehmen mussten.

Noch immer führen Krebserkrankungen bei einem nicht unerheblichen Prozentsatz der Patienten zum Tod. Trotzdem schafft der medizinische Fortschritt auch Hoffnung, wie Chefarzt Privatdozent Dr. Peter Staib und seine Kollegen beim Informations- und Jubiläumstag den vielen Besuchern im Elisabethheim beweisen konnte.

Die Behandlung sämtlicher Krebsarten einschließlich Leukämien in Eschweiler ist eine Erfolgsgeschichte. Derzeit gibt es 1140 stationäre und 2500 ambulante Patienten im SAH pro Jahr. Der Anstieg der Krebserkrankungen, erklärt Staib, hänge eng mit der demografischen Entwicklung zusammen. „Daher handelt es sich um ein sehr relevantes gesundheitspolitisches Thema”, verweist der Chefarzt auf die über 400000 Erkrankungen pro Jahr, von denen 150000 bis 200000 tödlich enden. Experten erwarten, dass in absehbarer Zukunft die bisherigen Herz- und Kreislauferkrankungen als Volkskrankheiten Nummer eins vom Krebs abgelöst werden.

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