25-Jahre Höppe Kroetsch wird in Eschweiler Weisweiler gefeiert

25-Jahre Höppe Kroetsch : Die jecke Idee stammt aus der Kellerbar

Seit 25 Jahren besteht das Tanzcorps Höppe Kroetsch. Nun feiert die Gruppe ihr Jubiläum im großen Stil in der Weisweiler Festhalle.

Zwei junge Männer, eine Kellerbar und eine jecke Idee – mehr brauchte es im Jahr 1994 nicht, um mithilfe einiger Tanzinteressierter innerhalb der KG Lätitia Blaue Funken Weisweiler das Tanzcorps Höppe Kroetsch zu gründen. Nach leichten Startschwierigkeiten fand die Gruppe großen Anklang im Eschweiler Karneval und ist heute aus selbigen nicht mehr wegzudenken.

Am Samstagabend feierten die Mitglieder in der Weisweiler Festhalle ihr 25-jähriges Bestehen mit einem unterhaltsamen Programm.

Höhen und Tiefen habe man bereits erlebt, aber über allem stünde stets der Zusammenhalt, der die Höppe Kroetsch ausmache, so fasste Pascal Acksteiner, Präsident des Tanzcorps, bei seiner Begrüßungsansprache die vergangenen 25 Jahre zusammen.

Seit der Gründungsversammlung am 10. Mai 1994 und dem ersten Auftritt im Oktober desselben Jahres haben es die Höppe Kroetsch weit geschafft: Während die Gruppe sich zunächst als eigenständige Korporalschaft der KG Lätitia Blaue Funken Weisweiler zusammenfand, ist sie seit 2016 ein eingetragener Verein. Derzeit zählen die Höppe Kroetsch rund 35 aktive Tänzerinnen und Tänzer.

Zum großen Jubiläum hatten die „hüpfenden Frösche“, wie die Mutter einer der Gründungstänzerinnen die jungen Leute einmal bezeichnete und so den Grundstein für den ungewöhnlichen Namen legte, ein umfangreiches musikalisches Programm auf die Beine gestellt. Als Eisbrecher präsentierte sich dabei das Trompetenkorps der KG Eefelkank aus Hastenrath. Mit einer guten Mischung aus Sessionshits sowie Rock- und Pop-Songs brachten die Musiker das Publikum in Stimmung.

Im Anschluss übernahm die Dürener Coverband about7seven, die den ganzen Abend über immer wieder auftrat. Von Amy McDonald über REM und Sportfreunde Stiller bis hin zu Tina Turner hatte die Band Lieder beliebter Interpreten und aus verschiedenen Jahrzehnten mitgebracht.

Wenn es darum geht, auf das letzte Vierteljahrhundert zurückzublicken, dürfen Gratulationen aktueller und ehemaliger Wegbegleiter natürlich nicht fehlen.

„Aushängeschild“

Den Anfang machte eine Gruppe ehemaliger Tänzerinnen und Tänzer der Höppe Kroetsch. Sie bedankten sich für ihre Zeit in der Tanzgruppe und überreichten Pascal Acksteiner eine selbstgebastelte Standarte, die den Höppe Kroetsch bislang fehle.

Als Präsident der KG Lätitia Blaue Funken Weisweiler überbrachte Ralf Hesselmann die Wünsche der Gesellschaft: „Wir sind stolz auf euch, ihr seid unser Aushängeschild. Wie ein Aktienkurs ging es bei euch mal rauf, mal runter – wir wünschen euch aber, dass der Kurs zukünftig nur noch steigt. Ihr seid zwar mittlerweile ein eigener Verein, aber ihr gehört zu uns.“ Glückwünsche und einen großes Dankeschön gab es vom befreundeten Tanzcorps Colonia Ruut Wiess aus Köln. Im Namen der Gruppe dankte Tim Tonat vor allem Markus Endryk, 1. Vorsitzender der Höppe Kroetsch, und seiner Tanzpartnerin Julia Former, die den Kölnern in der vergangenen Session auf 50 Auftritten tänzerisch aushalfen.

Als erstes Highlight des Abends betraten gegen 21 Uhr Kempes Feinest die Bühne. Seit 2015 begeistert die Band das Publikum mit Stücken in kölscher Sprache und einem frechen Mix aus verschiedensten Musikstilen wie Ska, Latin, Rock und Schunklern. Neben den bekannten Sessionshits „Wenn du nit danze kann´s“, „Hück bes du mir“ und „Bring mich noh Huss“ begeisterten die fünf Musiker das Publikum auch mit einer Coverversion von „Jein“ sowie dem Sommer-Gute-Laune-Lied „Sommer, Sonne, Urlaub“. Lead-Sängerin Nici Kempermann tanzte nicht nur über die Bühne, sondern auch mit den ausgelassenen Gästen.

„Kölsche Flair“

Nach einem weiteren Set von about7seven stand um kurz vor Mitternacht weiterer hoher Besuch aus der Domstadt vor der Tür: fünf Jungs von der Schäl Sick, bekannt als Miljö. Auch bei dieser beliebten Kölschband durften die Karnevalsgassenhauer nicht fehlen. Und so rockte sie den Saal unter anderem mit „Kölsch statt Käsch“, „Schöckelpääd“, „Wolkeplatz“, „Su lang die Leechter noch brenne“ und „Schön ist anders“. Als besonderes Highlight stellten sie ihr neues Lied „Null oder hundert“ vor. Dieses kam beim Publikum sehr gut an.

Während Miljö auf der Bühne ordentlich Gas gab und auch mit einigen Showeffekten für Begeisterung sorgte, tanzten die Höppe Kroetsch gemeinsam mit den Freunden von Colonia Ruut Wiess und weiteren Gästen, was die Füße hergaben. Nachdem sich Miljö unter tosendem Applaus verabschiedete, war es nochmal an about7seven, den Anwesenden einzuheizen. Diese Aufgabe meisterte die Coverband mit Bravour und so feierten die Höppe Kroetsch und das Publikum in der Festhalle bis in den frühen Sonntagmorgen. 25 Jahre wird man schließlich nur einmal.

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