Eschweiler/Nürburgring: 24 Stunden durch die grüne Hölle

Eschweiler/Nürburgring: 24 Stunden durch die grüne Hölle

Rund um die Nürburgring-Nordschleife gehen wieder die Grillfeuer an und die Nacht wird zum Tag. Die Langstrecken-Gemeinde feiert beim ADAC-Zurich-24-Stunden-Rennen (19. bis 22. Juni) den Saisonhöhepunkt auf der längsten und für viele schönsten Rennstrecke der Welt mit einer viertägigen Motorsport-Party.

Nordschleifenprofis

Zwei Teams werden in diesem Jahr die Gejagten sein. Da ist zum einen die Mannschaft der Vorjahressieger von Black Falcon mit ihren Mercedes-Benz SLS AMG GT3\. Sie hat auch für 2014 einen Kader aus Nordschleifenprofis versammelt. Ebenfalls in der Rolle der Verfolgten befindet sich das BMW-Sports-Trophy-Team Marc VDS. Die Truppe aus dem nahen Belgien fuhr im Vorjahr auf den zweiten Platz. Nachdem das Team auch beim ADAC-Qualifikationsrennen Anfang April gewann, gehört es endgültig zum Kreis der engen Siegkandidaten. Audi, BMW, Mercedes-Benz und Porsche: Mindestens vier Fabrikate sind siegfähig.

Mächtige Konkurrenz

Den Favoriten droht beim 24-Stunden-Rennen mächtige Konkurrenz. In den vergangenen Jahren lagen BMW (2010), Porsche (2011), Audi (2012) und Mercedes-Benz AMG (2013) ganz vorne — und diese Marken bestimmten auch die ersten Rennen der Nordschleifen-Saison. Mit dem Audi R8 LMS von Phoenix, dem Porsche 911 GT3 R von Frikadelli Racing und den BMW Z4 GT3 von Marc VDS wechselten sich die Marken und Teams bei den Siegen ab. Die Polepositions holten neben Phoenix auch ROWE Racing (Mercedes-Benz AMG) und RJN (Nissan GT-R). Aus dem Porsche-Lager schafften es Jochen Krumbach auf dem Wochenspiegel-Porsche 911 GT3 RSR des Manthey-Teams und der Falken-Porsche 911 GT3 R auf Top-Positionen in Training oder Rennen.

Kein klarer Favorit

Von einem klaren Favoriten ist weit und breit keine Spur, dafür kristallisiert sich 2014 eine Spitzengruppe der Extraklasse heraus. Zumal sich im Feld der favorisierten GT3-Rennwagen auch einige Exoten tummeln, die nur all zu gerne das Zünglein an der Waage spielen würden. Aston Martin, Ferrari, Ford, Lexus, McLaren — sie alle waren in diesem Jahr auf der Nordschleife schon für Plätze in den Top Ten gut.

Auch aus der Region sind in diesem Jahr wieder schlagkräftige Mannschaften am Start. Mit zum Favoritenkreis zählt der Indestädter Jochen Krumbach, der auf dem Wochenspiegel-Porsche 911 GT3 RSR mit der Startnummer 11 an den Start geht. Im schlagkräftigen Team um Olaf Manthey konnte Jochen Krumbach aus Eschweiler in den vorigen Jahren bereits einige Siege auf der Nürburgring-Nordschleife verzeichnen. Bei den ersten Rennen der VLN des Jahres holte Jochen Krumbach mehrere Klassensiege und war fast immer in den Top Ten im Gesamtklassement zu finden.

Faszinierende Mischung

Auf der Strecke verspricht das Geschehen in diesem Jahr erneut Hochspannung. Denn noch nie war die Zahl der hochkarätigen und siegfähigen Teams im riesigen Starterfeld größer. An die Spitze will auch die Aachenerin Claudia Hürtgen. Die erfahrene Rennfahrerin pilotiert einen BMW Z4 GT3 (Startnummer 20) vom Team BMW Sports Trophy Team Schubert.

Benjamin Weidner und Jörg Walkowski starten auf dem Opel Astra OPC Cup vom Dürener Motorsportclub (DMC) mit der Startnummer 257 in die Hatz zweimal rund um die Uhr. Michael Hess aus Kreuzau startet auf dem BMW M235i Racing (Startnummer 311).

Mit dem Team „Ring-Police“ startet Jan-Eric Slooten aus Jülich mit der Startnummer 306 und 307 gleich auf beiden BMW M235i Racing. Auch André Krumbach aus Weisweiler ist wieder beim 24-Stunden-Rennen am Start. Mit dem selbst vorbereiteten Porsche 997 Cup (Nummer 57) geht es in das härteste Rennen der Welt.

Traditionell bietet das Rennen eine faszinierende Mischung aus Weltklassepiloten und passionierten Amateuren, in der auch immer wieder prominente Fahrer mitmischen. Einer der wohl bekanntesten wird 2014 Felix Baumgartner sein. Der Extrem-Fallschirmspringer hat auf der Rennstrecke eine neue Herausforderung gefunden, die er mit Audi-Werkspiloten als Teamkameraden in einem Audi R8 LMS ultra in Angriff nimmt.

„Im zarten Alter von 45 Jahren erfüllt sich ein Jungentraum: Autorennen zu fahren“, freut sich der Österreicher, der nicht der einzige Fahrer mit Promi-Status bleiben wird. So hat etwa Ex-Weltklasse-Motorradfahrer Alexander Hofmann seinen Start in einem BMW angekündigt.

Bei diesem Spektakel können Sie, liebe Leser, dabei sein. Wir verlosen 3x2 Eintrittskarten. Die Karten sind von Donnerstag bis Sonntag (19\. bis 22\. Juni) gültig. Die Gewinner haben Zugang zu allen geöffneten Tribünen, den Zuschauerbereichen an der Nordschleife und zum Fahrerlager.

Fußball wird gezeigt

Neben der Action im riesigen Starterfeld des 24-Stunden-Rennens können sich die Fans am Nürburgring auf ein Programm mit vielen weiteren Höhepunkten auf und neben der Strecke freuen. Bereits am Mittwoch (18\. Juni) lockt der Adenauer-Racing-Day. Am Donnerstag wird es beim Freien Training und dem Nachtqualifying des 24-Stunden-Rennens spannend.

Der Höhepunkt des Freitags ist das spektakuläre Einzelzeitfahren um die besten Startplätze des Rennens: Im Top-30-Qualifying kämpfen die 30 schnellsten Teams auf zwei fliegenden Runden um jede Zehntelsekunde. Vor dem Start des 24-Stunden-Rennens am Samstag (16 Uhr) gibt es außerdem ein reichhaltiges sportliches Rahmenprogramm.

Auf die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien freuen sich die Fans in Deutschland schon lange — und auch am Ring werden während des Rennens viele Daumen gedrückt. Wer die Spiele von Jogis Jungs und der anderen WM-Teams live erleben möchte, der ist in die Markenwelt auf dem Ring-Boulevard eingeladen: Für die Deutschland-Spiele am Montag (16\. Juni) und Samstag (21\. Juni) wird das Geschehen auf der gesamten Monitorwand der Ring-Wall zu sehen sein.

(rfr/err)
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