Eschweiler: 18. Diaporamaschau: Blick aufs kleinste Detail

Eschweiler: 18. Diaporamaschau: Blick aufs kleinste Detail

Ein Genuss für das Auge! Farbenprächtig, spannend und zugleich entspannend, mit Blick auf das große Ganze und auf kleinste Details, klassisch, aber auch experimentell — die inzwischen bereits 18. Diaporamaschau der Film- und Fotofreunde Eschweiler bot den zahlreichen Gästen in der Sparkassen-Geschäftsstelle Marienstraße alles, was das Herz eines Betrachters begehrt und stellte unter Beweis, was mit Kreativität und Einfallsreichtum möglich ist, wenn ein Fotograf seine Umwelt mit offenen Augen durchschreitet.

Horst Winter, Helmut Olivier, Arne Ekberg, Michael Bremen und Harry Reimer taten dies in den zurückliegenden Monaten und präsentierten Fotostrecken, die Landschaften, Naturphänomene, spirituelle Wesen und futuristische Bauwerke von ihrer schönsten Seite zeigten.

„Wir haben unsere Objekte erwandert, bereist und vor allem sehr genau beobachtet“, blickte Harry Reimer, Vorsitzender der Film- und Fotofreunde, vor der Präsentation der ersten Fotostrecke in viele erwartungsfrohe Gesichter. Wenige Augenblicke später sollten sich die Gäste in Lazise am südlichen Gardasee wiederfinden.

Horst Winter machte seinem Nachnamen keinesfalls Ehre, denn zu Klängen von „Azzurro“ und „Quando Quando“ entführten seine Bilder in den italienischen Sommer mit Sonne, Wasser und lebensfrohen Menschen. Mit einem präzisen Blick für die offensichtlichen und versteckten Schönheiten des 7000-Einwohner-Ortes zeichnete er ein grandioses Bild der engen und verwinkelten Gassen der Altstadt sowie der Betriebsamkeit auf dem Marktplatz.

Faszinierendes am Wegesrand fing Helmut Olivier bei Spaziergängen am Blausteinsee sowie am Schlangenberg in Stolberg-Breinig ein. Unter der Überschrift „Großes und Kleines“ lieferte er beeindruckende Beispiele der Farbenpracht und des Facettenreichtums der heimatlichen Natur.

Prachtvolle Blumen in voller Blüte, Schmetterlinge, Marienkäfer und selbst die ansonsten eher verborgene Schönheit einer Fliege traten zutage. Die majestätisch anmutenden Blicke der Greifvögel aus Hellenthal ergänzten das Werk eindrucksvoll.

Während der traditionellen Herbstwanderung der Kolpingsfamilie Eschweiler am letzten Oktober-Wochenende entstand Harry Reimers Fotostrecke „Über Berge und Täler an der oberen Ahr“. Drei Tage, die manche Überraschung bereithielten: So etwa Schneefall am zweiten Tag, der die „berühmten Dreijahreszeitenbilder“ möglich machte, auf dem sich das letzte Grün des Sommers, das markante Gelb des Herbstes sowie der weiße Schnee des „drohend“ heraufziehenden Winters treffen. Oder die grandiose Fernsicht am dritten Tag, der nach Morgennebel einen Blick bis zum Weisweiler Kraftwerk ermöglichte.

Die Suche nach „Engeln“ führte Arne Ekberg auf den Jakobsweg. Dort fand er in Statuen, Skulpturen, Bildern und Kirchenfenstern Darstellungen dieser spirituellen Wesen, strahlend, erhaben und Schutz bietend, wie seine Fotografien, musikalisch untermalt durch Led Zeppelins „Stairway to heaven“, inspirierend unter Beweis stellten.

Michael Bremen wagte den Sprung über den Kanal nach Südengland und Cornwall.

Mit einem gelungenen „Experiment“ ging die Diaporamaschau schließlich zu Ende. Harry Reimer hatte sich den futuristisch anmutenden Bahnhof in Lüttich ausgesucht, um dort während der „Blauen Stunde“, dem Übergang von der Dämmerung zur Dunkelheit, den dann tatsächlich „himmelblauen“ Himmel „aufs Korn“ zu nehmen: „Eine Einstellung, eine Perspektive. Nicht die Kamera bewegt sich, sondern die Dinge auf dem Bild“, so Harry Reimer.

(ran)
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