Simmerath: Zugeparkte Gehwege und vergessene Parkscheiben sorgen für Unmut

Simmerath : Zugeparkte Gehwege und vergessene Parkscheiben sorgen für Unmut

Aufgrund von Erfahrungen, über die die Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes berichten, hält die Gemeinde Simmerath es für angebracht, einige Hinweise und Erläuterungen zum sogenannten „ruhenden Verkehr“ zu geben.

„Immer wieder muss festgestellt werden, dass während Einkäufen oder sonstigen Besorgungen die Geh- und Radwege so überparkt werden, dass ein Vorbeikommen für Fußgänger, insbesondere mit Kinderwagen, Rollatoren oder Rollstühlen nur durch Ausweichen auf die Fahrbahn möglich wird“, heißt es in einer Pressemitteilung. Oft geschehe dies durch schräg oder senkrecht stehende Fahrzeuge, deren Heck in den Geh- oder Radweg ragen würde. Angesprochene Fahrzeugführer wiesen meist darauf hin, dass „man doch nur kurz halte“.

„Wenn man aber bedenkt, dass bei stark frequentierten Geschäftslokalen viele ,mal kurz‘ ,einmal lang‘ bedeute, werde schnell das ernsthafte Hindernis für die schwächsten Verkehrsteilnehmer erkennbar, so die Verwaltung. „Insofern bitte ich um Verständnis, wenn die Überwachungskräfte des Ordnungsamtes in solchen Fällen gebührenpflichtige Verwarnungen ausstellen“, kündigt Bürgermeister Hermanns ein härteres Durchgreifen an.

Im Geschäftszentrum von Simmerath gilt auf den meisten öffentlichen Stellplätzen eine Einschränkung der Parkzeit auf zwei Stunden. Diese Regelung wurde vor vielen Jahren eingeführt, um den geschäftsnahen Parkraum auch den Kunden vorzubehalten. Verbunden mit der Beschränkung der Parkzeit ist die Verpflichtung, eine Parkscheibe auszulegen, um die Parkdauer nachzuweisen.

„Diese Verpflichtung wird in letzter Zeit in hohem Maße vernachlässigt und es müssen auch in diesen Fällen gebührenpflichtige Verwarnungen ausgestellt werden, was wiederum zu vermehrten Beschwerden aus dem Kreis der Verkehrsteilnehmer und der Geschäftswelt führt“, erklärt die Gemeinde Simmerath.

Zu wenig unbefristeter Parkraum

Daneben würden oftmals Klagen aus dem Kreis der Gewerbetreibenden vorgetragen, dass in Simmerath zu wenig unbefristeter Parkraum zur Verfügung stehe. „Dies trifft in der unmittelbaren Nähe zu den Geschäften tatsächlich zu — jedoch stehen in durchaus vertretbarer Entfernung auch unbefristete Stellflächen zur Verfügung“, heißt es in der Mitteilung. Zum Erreichen der Geschäfte müssten dann jedoch Fußwege von einigen Hundert Metern zurückgelegt werden, was in der Stadt erfahrungsgemäß als selbstverständlich angesehen werde.

„Aus diesem Grunde bittet das Ordnungsamt auch die in diesem Sinne beschwerdeführenden Verkehrsteilnehmer und Geschäftsinhaber um entsprechendes Verständnis. Letztlich kommt die Freihaltung von Kurzeitparkplätzen den Geschäftskunden und somit auch den Geschäftsinhabern zugute“, heißt es.

Abschließend stellt die Gemeinde fest: „Es ist zu wünschen, dass diese Bitten Beachtung finden und somit unangenehme Maßnahmen der Ordnungsbehörde nicht notwendig werden.“

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