Strauch: Ziel: Förderschule Eicherscheid über 2019 hinaus erhalten

Strauch : Ziel: Förderschule Eicherscheid über 2019 hinaus erhalten

Emotional wurde es gleich zu Beginn der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Strauch. Vorsitzender Friedel Strauch begrüßte etwa 20 Mitglieder und bat um das Gedenken an die Verstorbenen des letzten Jahres. Dieser Punkt hatte eine besondere Dimension.

Denn neben dem stellvertretenden Städteregionsrat und CDU-Urgestein Hans-Josef Hilsenbeck war auch Alt-Bürgermeister Hubert Breuer aus Strauch gestorben. Sein Tod sei ein herber Verlust für den Ort, sagte der Vorsitzende.

In seinem politischen Statement drückte Strauch dann seinen Unmut über die unzureichende Finanzausstattung der Kommunen aus. „Das System ist in Schieflage geraten, und die Kommunen hängen am Tropf der Länder. Eine Stärkung des ländlichen Raumes ist dringend notwendig.“ In der Gemeinde Simmerath seien die Einnahmen durch die Gewerbesteuer steigend, doch dadurch gebe es auch geringere Schlüsselzuweisungen vom Land. „Wir werden also für unsere gute Arbeit bestraft“, so Strauch.

Für die Zukunft der Gemeinde sei es wichtig, die Grundschulen zu erhalten. „Durch das neue Baugebiet in Lammersdorf sind wir auf einem guten Weg“, unterstrich er. Es sei wichtig, die Entwicklung der Gemeinde auch nach außen sichtbar zu machen. Daher habe die CDU gemeinsam mit den Grünen und der UWG eine Marketingkampagne ins Leben gerufen. „So machen wir die Gemeinde attraktiv für Gewerbetreibende und für mögliche Neubürger“, sagte auch Christoph Poschen, Fraktionsvorsitzender der Simmerather CDU.

Zur Finanzlage der Gemeinde äußerte sich Bernd Goffart, der Gemeindeverbandsvorsitzende der CDU Simmerath: „Wir werden in diesem Jahr zwar mit einem Defizit von 1,8 Millionen Euro abschließen, haben aber deutlich mehr Schulden abgebaut und konnten den Schuldenstand auf unter 40 Millionen Euro senken.“ Ziel sei es, ohne Steuerhöhungen weiter Schulden abzubauen.

Wirtschaftswege sanieren

Die Sanierung der Wirtschaftswege müsse angegangen werden, sagte Friedel Strauch, auch wenn die SPD dagegen sei. Karl-Heinz Hermanns sagte dazu, dass die Straßenschäden in der Gartenstraße bekannt seien und die Meldung bereits an die Straßenmeisterei weitergegeben worden sei. Hier werde eine Ausbesserung voraussichtlich im Frühjahr erfolgen. Verwundert zeigte er sich darüber, dass die Städteregions-SPD sich in die Thematik Flüchtlingsunterkunft Langschoß eingeschaltet habe: „Das halte ich für nicht angemessen. Es werden immer nur Lösungen gefordert, aber nie Vorschläge gemacht.“

Intensiv diskutiert wurde die Situation der Förderschule in Eicherscheid. „Die Bezirksregierung hat den Fortbestand bis 2019 zugesichert, aber auch darüber hinaus sind wir guter Dinge“, erklärte Friedel Strauch. Der Bürgermeister ergänzte: „Wir haben noch keinen Gesprächstermin bei der Schulministerin bekommen, doch ein zeitnaher Termin ist wichtig, denn es geht um eine politische Entscheidung.“ Bernd Goffart meinte: „Der Kampf um den Erhalt der Förderschule in Eicherscheid ist eines der wichtigsten Projekte in der Gemeinde in der nächsten Zeit.“

Auch die Schließung der Grundschule Kesternich und die Umnutzung zum Kindergarten war kurz Thema an diesem Abend. „Das Anmeldeverhalten der Eltern hat sich komplett geändert, Die Kinder würden immer früher angemeldet“, erläuterte Bernd Goffart. Die Erweiterung des Kindergartens Kesternich sei auch für Strauch von großer Bedeutung, da der Straucher Kindergarten damit entlastet werde.

Christoph Poschen kam in seinem Bericht auf die Arbeit in der Fraktion zu sprechen, die in Kooperation mit den Grünen sehr gut laufe. Es sei wichtig, die Gemeinde „zukunftsfähig und attraktiv aufzustellen“. Hier seien das neue Baugebiet in Lammersdorf sowie der geplante Glasfaserausbau in der Gemeinde der richtige Weg, „auch wenn noch einige Informationen seitens der Deutschen Glasfaser fehlen“.

Wichtiger Glasfaserausbau

Die Ortsvorsteherin und Geschäftsführerin des Ortsverbandes, Maren Franz, dankte dem Ortskartell, den Vereinen im Dorf sowie allen freiwilligen Helfern für die „umfangreiche ehrenamtliche Arbeit, ohne die es vieles nicht gäbe.“ Sie betonte auch nochmals die Wichtigkeit des Glasfaserausbaus für den Ort, „auch wenn die Prozentzahlen bei der Nachfrage nicht ganz erreicht wurden“.

Hendrik Schmitz, der Kreisvorsitzende der CDU, wollte sich den Besuch in Strauch nicht nehmen lassen. Der 39-Jährige, der in Baesweiler-Puffendorf einen Ackerbaubetrieb betreibt, bescheinigte der CDU im gesamten Gemeindegebiet „ein großes Engagement“. In einer ausführlichen Betrachtung ging er auf die Bundes- und Landespolitik ein.

(maxs)